Einen wunderschönen guten Nachmittag,

eine wirkliche Grundidee zu meiner Geschichte habe ich nicht, aber eine schöne Begebenheit von gestern, die sich durchaus ausbauen und zu einer Story formen lässt.
Meine Hunde und ich waren im Wald, es war ein recht grauer Tag, ein 29. Februar. Wir waren erst ein paar Minuten vorher losgegangen und die Hunde stürmten durch das Unterholz, das verlockend nach Kaninchen, kleinen Vögeln und Wildschweinen duften musste. Von weitem sah ich zwei Spaziergänger auf uns zukommen, automatisch rief ich die Hunde zu mir, um sie an der Leine kurz zu halten. Noch ehe das Pärchen auf unserer Höhe angekommen war, streckten beide die Hände nach meinen Mädels aus, ein Strahlen auf dem Gesicht. „Ach was sind die lieb!“, rief der ältere Herr, der den Rollstuhl seiner Frau mit dicken Fäustlingen an den Händen über den Waldweg schob. Ich erwiderte das Lächeln der beiden und musterte sie, in aller Schnelle. Beide waren in dicke Jacken und Mäntel eingepackt, die Beine der Frau waren zusätzlich mit einer Wolldecke umschlungen. Auf ihrem Kopf trug sie eine Wollmütze, unter der sich fast schon widerspenstig einige Haarsträhnen durchgemogelt hatten. Ihre Augen strahlten und ließen ihr zerfurchtes Gesicht wunderschön und jugendlich wirken. Sie blickte meine Hunde gespannt an, noch immer hatte sie ihre Hand nach den beiden ausgestreckt, die vorsichtig und ein wenig schüchtern an ihr schnupperten. Die Schuhe des Mannes waren mit Matsch verdreckt, er hatte inzwischen einen Fäustling ausgezogen und streichelte meine Große hinter den Ohren. „Die sind aber ganz zart“, flüsterte er fast und gab auch der Kleinen einen Stups auf die Nase. Wir unterhielten uns kurz, aber herzlich. Als ich weiterging, trug ich das Strahlen der beiden, samt einem goldenen Glücksgefühl, in mir.

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