Hallo Zukunfts-Ich,
ich hoffe, du hast mittlerweile deine Motivation zurück und lässt sie auch so schnell nicht mehr gehen! Oh, ich hoffe für dich, dass du dich auf den Hosenboden gesetzt und losgeschrieben hast! Natürlich weiß ich, dass du momentan viel Stress hast – Arbeit, Uni, Abgabefristen, Umzug … aber hey, du hast mal gesagt, dass Schreiben für dich mehr als ein Hobby ist. Es ist eine Leidenschaft, und die lässt man nicht warten. Also reiß dich zusammen, setze dich in jeder freien Minute an den PC und schreibe! Keine Ausreden!
Hast du deine Angst überwunden? Du weißt schon… die Angst davor, dass deine Geschichten auf dem Papier nicht so wunderbar sind, wie sie in deinem Kopf zu sein scheinen. Denke einfach weiterhin daran, dass es egal ist, was andere von Deinen Geschichten halten. DU SCHREIBST FÜR DICH! Wenn deine Geschichten jemandem gefallen, wirst du dich darüber freuen und neuen Mut schöpfen, das weiß ich. Aber mal abgesehen davon, dass du erst einmal den Mut finden musst jemandem Deine Geschichten zu zeigen, solltest du den Gedanken zur Seite schieben und Dich darauf konzentrieren, ob DIR gefällt, was du schreibst.
Und du weißt genauso gut wie ich, dass du diese eine Geschichte zu Papier bringen MUSST. Es geht gar nicht anders, das spürst du, das spüre ich. Du hattest diese Idee schon, als du 14 warst. Ich kann mich daran erinnern, dass du auf dem Heimweg warst und den nervigen Schulalltag mit Musik verdrängt hast. Als du gerade über den kleinen schmalen Weg mit den vielen wunderbaren Bäumen gingst, schoss dir plötzlich diese eine Idee durch den Kopf. Drachen kamen darin vor, sie waren nicht gewöhnlich und genau das machte ihre Geschichte zu der perfekten Grundidee. Seitdem tauchte sie immer und immer wieder auf und heute, zehn Jahre und tausend Versionen später, ist sie fast komplett ausgereift. Du hast hinzugedichtet, umgeworfen, geschrieben, wieder gelöscht, Charaktere haben sich in den Vordergrund gedrängt und danach gerufen, dass du ihre Geschichte aufschreibst. Also tu es. Du musst nicht fertig damit sein, wenn du das hier liest, aber du solltest endlich die Angst vor dem ersten Satz überwunden haben.
Du weißt schon so viel über die Welt, in die dein Protagonist gerät. Sie ist fantastisch, sie ist facettenreich und doch ist es nicht leicht dort zu leben.
Gerade die Protagonistin hat mit vielen Hürden zu kämpfen. Du bist dafür verantwortlich, dass sie sie überwindet. Du musst dafür sorgen, dass sie zurück nach Hause kommt, in ihre eigene Welt, dass sie die richtigen Entscheidungen trifft oder wenigstens die falschen wieder gut macht.
So, du dürftest nach diesem Brief begriffen haben, dass du ein verdammter Schisser bist, und das das Einzige ist, was Dir im Weg steht! Ich hoffe, Du schaffst es Aleynas Geschichte zu Papier zu bringen und sowohl Dir, als auch ihr, die Frage zu beantworten, wie sehr man über sich selbst hinauswachsen kann.

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