Es ist Sonntag Abend. Penny liegt in ihrem Bett. Die Hände hinter ihrem Kopf verschränkt, die weisse Decke anstarrend.
Sie war heute an so einer exklusiven Auktion gewesen wo allerhand versteigert wurde. Statuen, Oldtimer Bilder.
Sie hatte nichts gekauft, dass Bild dass sie wollte, hatte ihr ein anderer Käufer weggeschnappt. Doch jetzt materialisierte sich das auf ihrer weissen Decke in ihrem Schlafzimmer.
Grün in jeder nur erdenklichen Form zogen sich aus dem Rand ihrer Augenwinkel Richtung Blickfeld und formten dort dicke Tannen, stämmige, spriessende Birken und knorrige Lärchen.
Mitten in diesem Bild konnte man einen Mann und ein kleines Kind in der Hocke sehen, die auf etwas zeigten das man aber nicht erkennen konnte.
Penny erinnerte das Bild an ihre Kindheit. An sonnige Frühlingstage, wo ihre Vater mit ihr durch den Wald gelaufen war. Auf beinahe jedem Zentimeter Waldboden hatte er etwas neues gesehen, dass er ihr gezeigt hatte.
Er ist vor ihr gekniet, ihm Dreck gekrochen, nur dass sich ihre beiden Welten auf Augenhöhe befanden. Ihr Papa hatte immer versucht, in jedem Mensch etwas Gutes zu sehen, ihn als gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft zu behandeln.
Diese Mentalität gab sie nun auch in seinem Geschäft weiter (ausser vielleicht bei ihrer Stiefmutter 🙂 ). Auch wenn er es im Himmel oben vielleicht nicht sehen konnte.

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