Pascal war gerade acht Jahre alt, als er mit seinem Vater mit auf Tournee durfte. Dieser tourte mit seinem Orchester durch Deutschland und hatte auch einen Stop in Lindau am Bodensee. Als Pascal das Gemälde im Museum sah, erinnerte er sich an diesen Tag. Es war der einzige Ort, an dem sein Vater sich Zeit für ihn nahm. Sie liefen die Promenade entlang und kamen zum Hafen, wo ein paar Segelboote und Yachten auf dem Wasser schaukelten.
„Möchtest du ein Eis?“, fragte ihn sein Vater und natürlich bejahte der kleine Pascal diese Frage. Er bekam eine Tüte mit einer riesigen Kugel Schokoeis. Doch als sie weiterliefen, fiel ihm die Eiskugel aus der Waffel, beschmierte sein T-Shirt und landete schließlich auf dem Asphalt. Als sein Vater das sah, wurde er wütend.
„Warum kannst du nicht ein bisschen aufpassen? Du bist so ein Tollpatsch! Nicht einmal ein Eis essen kannst du! Schäm dich, Pascal.“ Das war der Moment, in dem er verinnerlichte, dass er nichts auf die Reihe bekam. Aus ihm würde niemals etwas werden. Dieser Glaubenssatz verwurzelte sich tief in ihm und auch als Teenager und später als junger Erwachsener schleppte er ihn noch immer mit sich herum. Er war ein Tollpatsch, zu blöd zu allem. Kein Wunder, dass er nur einen Aushilfsjob im Baumarkt hatte, während sein Vater als Stargeiger Konzerthallen füllte.

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