Ich weiß nicht, zum wievielten Mal ich jetzt schon erwache, doch mittlerweile ich es bereits dämmrig hell draußen. Der Bus steht an einer Haltestelle. Ich beobachte den Mann, der gerade einsteigt. In der Hand trägt er ein großes Bild, ein Gemälde, wahrscheinlich Öl. Es ist unverhüllt und zeigt einen kleinen Fischerhafen in einer Bucht. Bei seinem Anblick erfüllt mich eigenartige Ruhe. Wie schön wäre es, jetzt einfach in einem fremden Land, in irgendeinem Fischerhafen zu sein. Niemand würde mich jemals finden. Ich denke mir aus, wer wohl in dem Leuchtturm wohnen könnte. Ein alter Wärter, wie in den Scooby-Doo-Comics? Oder doch eine kleine Familie, weil er mittlerweile ausgebaut worden war?
Mit einem Seufzen lehne ich mich zurück in den Polstersitz. Ich schließe die Augen und schwelge in den Träumen von diesem fremden Ort, blende das Wissen aus, dass ich hier und nicht dort bin und dass mein Leben so viel komplizierter ist als dieses Bild

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