Alia
„Nein Mum“, kreischte ich und versuchte verzweifelt meine Hände an das Lenkrad zu bekommen, das sie erbittert fest klammerte. Ehe ich wusste, wie mir geschah, rasten wir immer weiter auf den Baum zu. Es konnte nur noch Momente dauern, bis es krachen würde.
Scheißgebadet fuhr ich hoch und blickte mich panisch im Raum um. Schon wieder dieser Traum. Das war das ditte Mal diese Woche, dabei hatte ich fast jeden Abend im Gras verbracht. Was war nur los mit mir?
Seufzend stieg ich aus dem Bett und zog mich wärmer an. Wie es aussah, würde ich der Weide wohl noch einmal einen Besuch abstatten müssen. Während ich meine Socken suchte, fiel mir auf, dass es komisch im Raum roch und, dass dieser Geruch sich immer weiter ausbreitete. Während ich schockiert da stand, sah ich den Rauch unter der Zimmertür hervorkriechen, der sich immer weiter ausbreitete und meinen Boden bedeckte.
Scheiße. Es brannte! Ich musste irgendetwas tun. Vor lauter Schreck fühlte ich mich wie gelähmt. Ich spürte, wie das Blut an meinen Händen wieder zu jucken begann, doch ich war so erstarrt, dass ich nicht einmal die Kraft aufbrachte mich zu kratzen. Ich würde hier stehen bleiben, so lange bis alles voller Rauch war und dieser meine böse Seele ersticken würde.

Bennet
Ich schreckte aus meinem Bett hoch. Im Geiste hörte ich immer noch die gellende Stimme meiner Mutter, die mich scholt, warum nichts aus mir geworden war. Ein echter Albtraum. Alia hatte auch noch daneben gestanden und gekichert.
Noch ganz benommen, schwang ich die Beine aus dem Bett, um mir etwas zu trinken zu holen. Eine heiße Milch mit Honig war genau das, was ich jetzt brauchte. Doch ich kam nicht weit. Seltsame Schwaden umwaberten meine Füße. Ich brauchte eine Weile, bis ich begriff, dass das Rauch war. Und Rauch bedeutete normalerweise Feuer.
Plötzlich voll wach, reagierte mein Körper eher als mein Verstand. Er befand sich schon auf dem Weg aus meiner Wohnung, als ich noch überlegte, was zum Teufel ich nicht ausgemacht hatte.

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