Schmunzelnd liege ich in der Dunkelheit und warte. Ein freudiges Prickeln summt in meinem Körper und meine Finger nesteln vorfreudig am Rand der Decke herum. Es müsste gleich so weit sein. Gleich kommt er zurück zu mir. Mein persönlicher Dämon.
Jede Nacht kam er aus der Finsternis zu mir. Die Finsternis unter meinem Bett. Es war der Zugang zu seinem Reich, hatte er mir erklärt. Früher war er gekommen um mir Alpträume zu schenken oder mich stundenlang angstvoll wach zu halten. Irgendwann war er dazu übergegangen mich im Schlaf zu beobachten. Es hatte ihm gefallen. Aber eines Nachts war ich aufgewacht, aus einem Alptraum hochgeschreckt, den nicht er zu verschulden gehabt hatte. Zuerst war ich erschrocken, doch er hatte mich beruhigt, mich in seinen Bann gezogen und in seinen Armen einschlafen lassen. Er hatte mich aus der Realität gerettet.
Seitdem wartete ich auf meinen Dämon sobald es dunkel wurde. Und auch heute kündigte ihn ein sanfter Lufthauch an, bevor er sich aus der Finsternis schälte und sich zu mir ins Bett legte. Sofort fanden meine Hände seinen erhitzten Leib, streichelten und liebkosten ihn. Er genoss es, das konnte ich an seinem zufriedenen Seufzen erkennen. Und dann fanden sich unsere Lippen. Sengendes Verlangen bemächtigte sich meiner. Er gehörte mir! Er war mein Dämon! Mein allein!

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