Es war einmal ein älterer Herr, den Alltag und Einsamkeit bitter gemacht haben. Jeden Tag verbringt er auf dieselbe Art und Weise: aufstehen, essen, ein Spaziergang, ein paar Zeilen lesen, schlafen gehen. Und mit jedem verstreichenden Tag fragt er sich, wie viel Zeit ihm noch bleibt, bis der Tod ihn zu sich holt. Eines Tages aber erhält er einen merkwürdigen Brief. Eine Einladung zu einem Begräbnis. Wer da gestorben ist? Das weiß er nicht, doch der Name kommt ihm vertraut vor. Nur der Schatten einer Erinnerung, aber ein Schatten, der ihn nicht mehr loslässt. Deshalb macht er sich auf und trifft auf eine bunte Trauergemeinde bestehend aus seinen Kindheits-Fantasiefreunden. Ihre Welt geht unter, sagen sie, und bald schon werden sie alle tot sein. Deshalb macht er sich mit seinen Freunden in die Fantasiewelt auf, wo ihn Trümmer und Farblosigkeit erwarten. Er beschließt, dass er diese Welt retten muss, doch um das zu tun, muss er Dinge opfern, Fähigkeiten, Erinnerungen, Lachen. Bis schließlich kaum mehr etwas von ihm übrig ist. Sein Ende, doch der Anfang einer ganzen Welt.

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