Es war einmal ___. Jeden Tag ___. Eines Tages aber ___. Deshalb ___. Deshalb ___. Bis schließlich ___.

Es war einmal ein schwarzhaariger Junge, der mit einem Zirkus durch die Dörfer zog. Seine Mutter war tot, er hatte sie nur noch als Duft in Erinnerung.
Jeden Tag musste er tun, was sein Vater verlangte, jeden Tag musste er um 5 Uhr aufstehen, um die Tiere zu füttern und die Gurte, die von der Manegenkuppel hingen und Trapeze und seine älteren Schwestern hielten, zu prüfen und zu wachsen. Sie durften nicht hart werden, dann brachen sie und Ersatz war scher zu beschaffen. Es gab noch kein Internet zu jener Zeit, man musste in die nächste Stadt fahren und die war meist weit weg. Eines Tages aber sagten Laura und Lotta, sie waren Zwillinge, dass es ihnen unmöglich sei auch nur noch eine Vorstellung zu geben. Dass ihr Entschluss feststehe und sie in dieser Kleinstadt eine Lehre anfangen würden. Laura in einem Hotel. Und Lisa wollte Schreinerin werden. Der Junge hörte wie beide mit dem Vater sprachen, er verstand nicht alles. Auch von der Mutter wurde gesprochen. Dann sah er wie beide in ihrem Wagen verschwanden und eine Stunde später mit Koffern den Platz hinter der Schule verliessen. Sie hatten ihm nicht Aufwiedersehn gesagt. Sie hatten nicht Lebewohl gesagt. Deshalb ging er zu seinem Vater, dessen Wagen am anderen Ende des Platzes immer nah bei den Tieren stand – und sah wie er den Kopf in die Hände am Tisch saß und leise schluchzte. Er hätte ihn fast nicht wiedererkannt. Er hatte ihn noch nie weinen sehen. Deshalb beschloss er, dass es seine Aufgabe sein würde, die Schwestern zurückzuholen. Er schrieb einen Brief an seinen Vater, legte ihn an jenen Ort, wo er ihn erst nachmittags finden würde, versorgte noch ein letztes Mal die Tiere und ging wie immer zur Schule. Danach machte er sich auf, seine Schwestern zu finden. Bis er schliesslich in der Kleinstadt angekommen war, die er aufgeschnappt hatte, geschah jedoch im Zirkus etwas unbeschreiblich schreckliches.

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