Penny schaut mit genauso stählernem Blick die Wahrsagerin an, wie sie ihren Sohn Luca anschaut. Toni war ihr dabei keine grosse Hilfe, den der schaut fasziniert von Wahrsagerin zu Sohn und von Sohn zu Wahrsagerin. Toni und Penelope selber war gerade eine rosige Zukunft ewiger Verliebtheit ersehen worden und jetzt wartet er gespannt auf das Urteil von der Wahrsagerin für seinen Sohn. Er glaubt nämlich an solche Sachen im Gegensatz zu Penny, die gerade die Wahrsagerin mit ihren Blicken zu töten versuchte.
„Mein Sohn…“, beginnt sie leise flüsternd.
„Er ist mein…“, wirft Penny dazwischen wird von Toni unterbrochen. „Sei still!“, zischelt dieser. Er wollte kein Wort von dem verpassen, was seinem Sohn in Zukunft blühte.
„…du wirst der Schlüssel zu etwas sein, dass deine Mama schon lange verloren glaubte. Zu etwas, dass lange vermisst und betrauert wurde. Zu etwas, das ohne Inhalt zu Grabe getragen wurde. Viele Fragen werden entstehen, Freunde werden sich in dieser Zeit des Sturms neu orientieren müssen und Schwestern werden sich hassen. Aber du bist stark kleiner Krieger und wirst allen den richtigen Weg zeigen, denn bedenke, Blut ist immer noch dicker als Wasser.“
Jetzt ist es an Toni so zu schauen als hätte er eine Bekloppte vor sich. Doch in Pennys Augen schwimmen Tränen, sie war die einzige ihrer kleinen Familie, die diese Vorhersehung versteht.
Gemeinsam verlassen sie das Zelt.
„Was war den das?“, fragt Toni seine Frau verwirrt.
„Mama, was hat sie damit gemeint, dass ich der Schlüssel sei?“, fragt Luca.
Penny trocknet mit ihrem Handrücken die Tränen, bevor sie ihr über die Wangen laufen konnten.
„Es ist eine sehr lange Geschichte mein Kleiner“, sagt sie und beginnt die Geschichte von Lola zu erzählen, dem totgelaubten Mitglied ihrer Mädchen-Jugendgang.

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