Rauch lag über der Absturzstelle und brachte meine Augen zum Tränen. Jeder Atemzug füllte meine Lungen mit der brennenden, und vermutlich hochgiftigen, Luft. Der Hund an meiner Seite winselte leise, auch ihm machte die schlechte Luft zu schaffen, doch ich konnte meinen Blick einfach nicht von den Trümmern des Schiffes reißen.
Es war mitten in der Nacht gewesen, als plötzlich der Alarm losgegangen war, und alle Passagiere aufgefordert wurden, sich zu den Rettungskapseln zu begeben. Die dann ebenfalls abgestürzt waren. In Anbetracht dessen, konnte ich wahrscheinlich froh sein, überhaupt noch zu leben und unverletzt zu sein. Ich hatte mich aus der Kapsel befreit und versucht, mich zu orientieren, doch ich kannte diesen Planet nicht. Überall waren nur scheinbar endlose Wiesen und vereinzelt Bäume oder Büsche zu sehen gewesen, aber kein Anzeichen auf Zivilisation.
Dann hatte ich den Rauch bemerkt, und gehofft, zumindest beim Schiff noch jemanden zu finden, doch das einzige Lebewesen, dass ich über das Knistern des Feuers und Zischen kaputter Gas- und was weiß ich noch alles-Leitungen gehört hatte, war das Winseln und Bellen des Hundes, welcher unter einigen Trümmern eingeklemmt gewesen war.
Das türkisblau leuchtende Halsband, hatte mir gezeigt, dass er zu einem Mitglied der Forschungsgruppe gehört haben musste, und auch er musste die leuchtenden Streifen an meinem Anzug irgendwie identifiziert haben, denn er blieb die ganze Zeit in meiner Nähe. Oder er war einfach ähnlich verzweifelt und einsam wie ich, wer wusste das schon?
Langsam begann der Rauch sich etwas zu verziehen, und zwischen den Trümmern fielen die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne hindurch. Ich atmete tief durch – was ich wegen des darauf folgenden Hustanfalls sofort bereute – und ging, einen gewissen Sicherheitsabstand zu dem Wrack haltend, in Richtung der Sonne los.

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