„Hm… Hh… Haha… Hahaha… AhAHAHAHA…
So eine lächerliche Geschichte. Im Fahrstuhl stecken bleiben. Wäre das kein gut überwachtes Gebäude gewesen, dann hätte sie niemand rechtzeitig gerettet. Dann wären sie jämmerlich erstickt. Sie hätten sich gegenseitig den Sauerstoff weggeatmet, bis sie ihre blauen Lippen im Spiegel bemerkt hätten. Sie wären in Panik verfallen, hätten einen Kollaps bekommen, sich gegenseitig angefallen. Leider kam es nicht dazu. Aber wenn ich mir den Jungen vor Augen führe, hätte das durchaus passieren können. Eine falsche Bemerkung der Kleinen und Wumm!“, er klatschte demonstrativ seine flache Hand auf den Tisch vor ihm, „dann hätte es schlecht für das Mädchen ausgesehen. Ein Patient, der am Borderline-Syndrom leidet, ist nicht zu unterschätzen. Sie haben nicht nur einen Drang zur Selbstverletzung, sondern tendieren manchmal auch zu fremdenaggressivem Verhalten. Sie reagieren besonders empfindlich auf Zurückweisung. Das Mädchen hat sich clever verhalten. Dabei hat sie die Schere in seinem Mantel nicht einmal bemerkt. Hehehe… Da wäre sicher Panik ausgebrochen. Angst hatte sie auf jeden Fall, das hat man gesehen. Bei den Gemütsschwankungen des Jungen ist das auch keiner Wunder.“ Er führte ein Glas Rotwein an seine Lippen und nippte daran. „Aah… Ja, jedenfalls wurden beide gerettet. Die Kleine hat am selben Tag noch gekündigt und der Junge ist auf der Herrentoilette verschwunden und hat sich mit der Schere den Handrücken aufgeschnitten.“ Er verfiel in schallendes Gelächter. „Tja, Ende vom Lied. Die beiden begegnen sich vermutlich erneut. Vielleicht passiert diesmal dann etwas Spanndenderes, ahahHAHAAHA!“

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