Das hier hat den Namen Supermarkt nicht verdient. Es ist eher ein Shop an einer Raststätte, man bekommt nur das Nötigste. Das Mädchen fällt mir sofort auf, wahrscheinlich weil sie krampfhaft versucht genau das nicht zu tun. Ihre dunklen Haare lugen unter der Kapuze hervor und ihre Haltung ist irgendwie geduckt. Sie betritt den Laden durch die Schiebetür aus Glas, mit einigen anderen Leuten, aber es ist offensichtlich, dass sie niemanden von ihnen kennt. Sie geht zum Kühlregal und nimmt zwei Dosen Energy Drink und zwei Becher Ice Kaffee heraus. Da scheint jemand nicht schlafen zu wollen. Auf dem Weg zur Kasse greift sie nach einem Strung Bananen und im Bettelregal neben dem Fließband nach einer Packung Kaugummi. Das Geld hat sie genau abgezählt.
„Danke“, sage ich, weil ich das so nicht gewohnt bin. Sie nickt, rafft ohne eine Antwort ihre Sachen zusammen und verschwindet wieder nach draußen.

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