David ist Stammkunde in dem Supermarkt um die Ecke. Er würde sich für Essen nie weiter weg bewegen als unbedingt notwendig; dafür ist es ihm zu wenig wichtig. Er geht alle paar Tage mal rein, denn er ist nicht gut darin, seinen Einkauf zu planen und gleich für eine Woche einzukaufen. Deshalb verbringt er zumeist auch viel mehr Zeit als notwendig in dem Supermarkt; erst wenn er dort angekommen ist, macht er sich wirklich Gedanken darum, was er braucht. Er ist einer dieser Menschen, die die Kasse ein- bis zweimal wieder verlassen, weil ihm noch etwas eingefallen ist, was er dringend benötigt.

David legt seine Einkäufe nicht schön und geordnet auf das Kassenband; er wirft es darauf, starrt Löcher in die Luft und wird meist von den Leuten hinter ihm vor geschoben, weil er nichts mitbekommt. Erst an der Kasse wacht er wieder auf, wenn der Kassierer ihn begrüßt und die einzelnen Waren über das Band zieht. Zuerst ein Sixpack Billig-Bier für den Durst, etwas, was David wahrscheinlich viel zu oft kauft, aber er sieht sich nicht als Alkoholiker. Dann Kaffee, eine große Packung voll, denn so wenig wie David schläft, würde er ohne Kaffee nicht durch den Tag und seine Arbeit kommen. Die dritte Ware ist eine Tiefkühlpizza, Salami, eines von Davids Hauptnahrungsmitteln, wenn er nicht gerade in der Firma etwas zu essen bekommt. Als Nächstes kommen schließlich Gummibärchen, Davids heimliche Leidenschaft, die er gerne futtert, wenn er abends mit einer Flasche Bier vor dem Fernseher sitzt. Und zu guter Letzt liegen noch einsam auf der einen Seite des Bandes ein Glas Essiggurken, Ketchup und Klopapier. Der Einkauf eines Junggessellen, der keinen Plan vom Leben hat – Davids Einkauf.

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