Da stand also diese Person. Eine junge Frau, schätzungsweise anfang 20, die recht gelangweilt ihre Einkäufe auf das Laufband legte. Ich überlegte es mir noch einmal – sie sah nicht gelangweilt aus. Zeigte sie überhaupt Emotionen?
Jedenfalls wusste ich nicht genau, was mich dazu brachte, ihr bei ihrer Tätigkeit zuzuschauen, aber etwas fessele mich. Also schaute ich mir genau an, was diese Frau, die einen übergroßen Pullover trug, aus ihrem Einkaufswagen fischte.
Der erste Artikel war eine Schachtel Tee. Ich blickte ein bisschen genauer, es handelte sich um grünen Tee. Soll die Konzentration steigern. Vielleicht konnte sich diese Frau nicht gut konzentrieren?
Als nächstes zogen ihre Hände eine Packung Fisch aus dem Wagen und ließen ihn zwischen diversen Arten von Gemüse auf das Band fallen. Lachs, ein Klassiker. Auch wenn ich persönlich keinen Fisch mochte, ein wichtiger Teil der Ernährung war er. Ich malte mir aus, was man mit all diesen Lebensmitteln auf dem Band alles kochen könnte.
Ein leises Rascheln brachte mich zurück in die Realität, als die Hände der Frau aus dem Einkaufswagen auftauchten und eine Tüte Nüsse hervorbrachten. Aha! Nüsse, Fisch… Ich begann, mich zu fragen, ob diese Frau unter diesem übergroßen Pullover viel Muskelmasse hatte.
…Dann zog sie eine Tafel Schokolade hervor und legte sie auf das Band. Aber trotzdem… Ich fühlte einfach, dass an meine Theorie etwas wahres dran sein musste!
Als letztes legte sie eine mittelgroße Tasche auf das Band. Die Frau kam mir vor, als würde sie praktische Sachen bevorzugen, denn die Tasche war eine Umhängetasche aus festem Stoff, der sehr robust aussah.
Ich beobachtete die Frau noch ein wenig, als ich meine eigenen Einkäufe schließlich hinter ihr auf das Band legte. Sie war still und konzentriert, als sie die abgescannten Produkte flink in ihren Einkaufswagen legte. Sie bezahlte, nahm ihr Wechselgeld wortlos entgegen und marschierte auf den Ausgang zu.

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