Jo hatte die Beine auf einem alten, klapprigen Stuhl abgelegt, während ihr Körper auf dem Boden im weichen Heu ruhte. Vor ihrem Fenster auf dem Dachboden des verlassenen Hauses jagten wilde Blitze durch den Himmel und Regen durchweichte die sandigen Straßen. Hier und da blieben einige Händler mit ihren Karren im morastigen Boden stecken, wobei sie ihre Waren mit Leinen aus Wolle zu bedecken versuchten.
Die junge Diebin konnte hören, wie ein Klopfen ganz in der Nähe beinahe vom lauten Donnergrollen erstickt wurde, ehe das vertraute Knarren der Eingangstür des Bäckers ertönte. Eine zarte Stimme ertönte und noch bevor Jo die eigentliche Frage hören konnte, erstickte die Natur jegliches Wort des Besuchers. Langsam, als habe sie alle Zeit der Welt, richtete sie sich auf und warf einen Blick aus dem kaputten Glas des Gebäudes, um zu sehen wer bei diesem Gott verlassenen Wetter draußen herum schleichen würde, konnte jedoch aufgrund der ganzen Pflanzen, die das Haus in ihren festen Griff gebracht hatten, kaum etwas erkennen.
Was ging es sie überhaupt an, wer da klopfte? So ungewöhnlich, das man bei einem Geschäft an die Tür hämmerte, war es ja auch nicht. Aber was war, wenn es sich um die Polizisten handelte, denen sie noch am Vormittag über den Weg gelaufen war und die sie aufgrund eines Verdachtes hatten aufhalten wollen? Naja, sie wären sicher nicht den weiten Weg hier her über die Brücke gekommen, um einen riesigen Pfeil auf ihren Wohnsitz deutend vorfinden zu sehen. So unvorsichtig war sie ganz gewiss nicht.

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