Penny schaute sich verwirrt um. Ihr Gehirn kam so langsam in Gang wie eine Schildkröte und ihr Mund fühlte sich an, als wäre er voller Schafwolle. Trotz ihrer umher wandelnden Blicken konnte sie nicht ausmachen, wo sie sich befand. Da war ein Baum, und da war ein Baum und noch einer, und noch einer. Es war als würde sie durch ein Schlüsselloch gucken und je nach dem wie sie ihr Gesicht hielt, konnte sie eine andere Perspektive von dem wahrnehmen, was sich hinter dem Schlüsselloch befand. So viel grün, irgendwie fühlte sie sich glücklich und geerdet. Trotz Schafwolle im Mund und dem schildkrötenlahmen Gehirn. Zufrieden, dass kein einziger Gedanke ihr Gehirn durchströmte, liess sie ihren Blick weiter schweifen. Bis ein gelber Blitz auf roten Grund in ihr Sichtfeld tanzte. Dieses Bild schien eine Brücke von dem Nichts in dem sie sich gerade befand zu ihren Gedanken die so gut verschlossen waren zu bauen. Mit einem Male war ihr alles wieder klar. Toni hatte ihr den Vorschlag gemacht, draussen in ihrem Wald zu schlafen damit sie von all dem Arbeitsstress mal runter kam. Und so war sie gestern Abend mit Toni mitgegangen, der bereits Schlafsäcke und alles nötige gepackt hatte in den Wald und liess ihr Handy zu Hause. Toni steckte bereits wieder in seinem roten T-Shirt mit dem gelben Blitz vorne drauf und in seinen dreckigen löchrigen Jeans währendem sie immer noch in ihrem blauen Schlafsack steckte und langsam aber sicher zu frieren begann. „Na, wie wars auf Madre Terra zu schlafen?“, fragte er gut gelaunt.
Statt einer Antwort nickte Penny zufrieden und zog den Schlafsack weiter nach oben. „Kaffee und Spiegeleier sind unterwegs“, erklärte er und entlockte Penny damit ein Lächeln.

Pin It on Pinterest

Share This