Cassie lief ziellos im Wald umher. Die Bäume, an denen sie vorbei lief, kamen ihr verdammt bekannt vor, doch täuschte sie sich da nicht? Dass sie im Kreis lief, hätte ihr gerade noch gefehlt, denn der Himmel zog langsam zu und es schien sich ein Gewitter zusammen zu brauen. Kaum hatte sie weitere fünf Meter zurückgelegt, spürte sie, schon die ersten Tropfen auf ihrer Haut. „Verdammt“ dachte sie sich und begann zu rennen. Plötzlich durchzuckte ein Blitz den abendlichen Himmel. Cassie bekam es mit der Angst zu tun. Wie sollte sie eine Nacht in einem Wald mit Schafen … Moment Schafe? Wieso hörte sie Schafe? Schnell blickte sie sich um und sah eine alte Hütte, auf der Waldlichtung, wo sich die Hütte befand, grasten friedlich die Schafe und ließen sich selbst vom Gewitter nicht stören. Da wurde es ihr plötzlich leichter ums Herz, wo Schafe waren, durfte der Schäfer ja auch nicht weit sein. Langsam und mit klopfendem Herzen ging sie auf die Hütte zu und Klopfte leise an die Tür. Nach kurzer Zeit hörte sie, wie der Schlüssel im Loch umgedreht wurde und eine ältere Oma kam heraus. Ihr Gesicht war vom Wetter gegerbt und um ihre Augen hatte sie leichte Fältchen.
Nach einem kurzen Gespräch, bat die Frau sie herein und dort warteten die beiden, bei Tee und Plätzchen, bis das Gewitter vorüber war.

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