Aufgebracht rannte sie über die dunkle, vom Regen noch leicht feuchte Erde. Die Bäume flogen geradezu an ihr vorbei, doch im Gegensatz zu ihren normalen „Ausflügen“ in den Wald, konnte sie dieses Mal nicht stehen bleiben, um ehrfürchtig ihre Schönheit zu betrachten und ihre Widerstandsfähigkeit zu bewundern. Denn dieses Mal war nicht, wie die anderen Male; es war kein normaler Ausflug; alles hatte sich geändert; SIE hatte sich geändert. Sie wollte nur wissen, wieso. Warum sie, die nie jemandem etwas getan hatte, immer nur versucht hatte, alles richtig zu machen? Da verwandelte sich ihre Verzweiflung in Wut, sie bliebe stehen und stieß einen frustrierten Schrei aus.
Sie war nicht bereit hierfür, sie wollte diese Änderung nicht, und es war ihr egal, ob dieser selbstgerechte Idiot der Meinung war, sie müsste ‚zu neuen Ufern aufbrechen‘ und solle es einfach als ‚eine Art Übergang‘ sehen. Die Augen geschlossen atmete sie tief durch und versuchte sich zu beruhigen; immerhin war sie ja eigentlich, zumindest zum Großteil, immer noch sie, und die Verwandlung würde nur langsam von statten gehen. Vielleicht gab es einen Weg, es zu verhindern, es musste einfach eine Möglichkeit geben, denn so schnell würde sie sich nicht einkriegen lassen, sie würde kämpfen.

Pin It on Pinterest

Share This