Während seine Schafe ihm zu Füßen liegen, ruht er zwischen Grashalmen und Löwenzahn. Am Himmel treiben Wattewölkchen, am Boden mümmeln die wolligen Vierbeiner, fressen sich durch das Allerlei an Kräutern und Grünem. Von ihrem Blöken wird er hin und wieder aufgeweckt,der Schäfer, aber nur kurz, bald schon versinkt er wieder in seinen Träumen.
In Saus und Braus,lebt der Schäfer in den Tagträumen,trägt Pelz und Geschmeide, hat Kleider aus edlen und feinen Stoffen. Täglich gibt es Hammel zu Mittag, Prinzessböhnchen und Babykarotten. Es mangelt an nichts, Leben im Überfluss. Zu seinem persönlichen Glück fehlt dem Schäfer in seinen Träumen nur eins: eine wahrhaftige Krone,die seinen Kopf ziert. Doch statt einer Krone aus Gold und Silber verdient er sich zu Ende seines Traumes eine aus Gräsern und Löwenzahn, gespickt mit sattgelben und fetten Blüten.
Als er schließlich erwacht und seinen Blick über die zufrieden grasende Schafherde schweifen lässt begreift er, dass tatsächlich die Schäferkrone aus Gras und Löwenzahn sein persönliches Glück darstellt.

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