Das Leben ist wie eine chaotische Anordnung magisch wirkender Türen. Sie erscheinen einem schier mitten im Nirgendwo, als Weggabelung, ein Ansporn dazu, eine Entscheidung zu treffen. Öffne ich die Tür, ohne zu wissen, was dahinter verborgen ist? Oder lasse ich sie geschlossen, gehe vielleicht zu einer anderen Tür? Gibt es einen Weg zurück oder bin ich auf ewig hier gefangen, sollte ich durchgehen?
Oft weiss man nicht, ob man die richtige Wahl getroffen hat, und einige Entscheidungen führen dazu, dass andere Türen auf ewig verschlossen werden.
Was passiert nun, wenn ein Mensch sich zu viele Gedanken über die möglichen Folgen und Auswirkungen macht, die das Öffnen der Tür mit sich zieht? Wird er handlungsunfähig? Verfällt er in Panik oder überwindet er seine Angst?
Und, was im Endeffekt die schwerwiegendste Entscheidung sein wird: Ist er bereit, eine neue Tür zu öffnen und die Türschwelle zur Zukunft zu überschreiten, einen Teil seiner Vergangenheit auf der anderen Seite der Tür loszulassen? Denn das muss er, im Endeffekt kann er sonst nicht überleben. Man muss lernen, mit seiner Vergangenheit umzugehen, die Erinnerungen zwar mit zu tragen, sich aber nicht von ihnen beherrschen zu lassen. Dann erst kann man damit aufhören, bloß zu existieren, und damit anfangen, zu leben.

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