Türen öffnen und schließen sich. Sozusagen besteht darin die Hauptaufgabe einer Tür, einen Passanten hindurch zulassen, in die eine oder die andere Richtung.
Das Sprichwort „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue“ kommt einem leicht über die Lippen, doch die wortegenaue Bedeutung lässt sich größtenteils nicht so einfach fassen. Wie erkennt man, wann sich eine Tür geschlossen und eine neue geöffnet hat? Kann man den Zeitpunkt exakt bestimmen, wann sich eine neue Tür, sprich, eine neue Möglichkeit oder Chance, öffnet? Jeder Gedanke, der auch nur im Entferntesten aufkeimt, kann eine solche Tür sein, ein Tor zum Glück.
Manchmal reihen sich eine Menge Türen aneinander, die alle geöffnet und ausgekostet werden wollen, ähnlich wie im Schaubild zu sehen. Noch während man die Nase durch eine Türöffnung schiebt, zeigt sich im Blickwinkel schon die nächste Tür, hinter der man eine weitere, vielleicht lukrativere Sache wähnt. Jean, die Hauptfigur des Bildes, wird innerlich von dem Konflikt zerrissen, ob er die Möglichkeiten hinter Tür eins voll ausschöpfen und dann vielleicht Tür zwei öffnen oder direkt zum zweiten Tor durchmarschieren soll. Er schnuppert in die Luft hinter der ersten Tür, ohne mit dem Herzen und dem Verstand dabei zu sein, da seine Gedanken schon mit dem Geheimnis von Tür zwei beschäftigt sind. Wenn er wüsste, dass die Türenschlange sich in eine Hydra verwandelt, die ihre Kraft beinahe unerschöpft auf Jean niederprasseln lässt, würde er sich womöglich mit Tür eins zufrieden geben. Doch menschliche Uneinsichtig- und Unfähigkeit mit dem glücklich zu sein, was man hat, treiben Jean dazu, rast- und ruhelos durch ein MarTÜRium zu hetzen, in dem er sich im Laufe der Zeit immer weiter verlaufen wird.

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