Tag 9: Was ist eigentlich Glück?

Meine Hauptfigur ist glücklich, als sie nach einer langen Zeit von Zuhause weg, wieder heimkommt und den Duft ihres alten Lebens einatmen kann, von dem sie vorher gar nicht wusste, wie viel es ihr wert war.
Mein Nebencharakter Scott ist gerne auf der Suche nach „verlorenen Orten“ und als er Anabelle zu der in meiner Geschichte bereits heruntergekommen „Grand Central Station“ mitnimmt, empfindet sie Glück, diesen Ort zu sehen, in seiner ganz besonderen Schönheit.
Anabelles große Leidenschaft ist es, zu zeichnen und zu malen und immer wenn sie in die Tiefen eines ihrer Werke versunken ist, ist sie glücklich.
Ein weiterer Moment, den glaube ich so gut wie alle von uns glücklich machen würde, und Anabelle ebenfalls ist, wenn sie andere Menschen glücklich machen kann. Nichts ist schöner, als der Grund für das Lächeln eines anderen zu sein.
Und ein weiterer Moment, der glaube ich auch auf uns alle zutrifft, ist, wenn sie von Menschen umgeben ist, die sie lieben, sie verstehen, sie akzeptieren und sie aufbauen.

Tag 7: Von Konflikten und Lösungen

Da mir beim Bild jetzt nichts „Offensichtliches“ in den Sinn kommen will, sehe ich das jetzt einfach mal als eine Art „Metapher“: In diesem Buch geht es um einen Mann, der sein Leben als nichts anderes als einen unentwegten Hindernislauf angesehen hat. Seine Hoffnung ist, damit das große innere Glück zu finden und sobald er ein Ziel erreicht hat, hat er schon wieder das nächste im Blick und vergisst somit ganz auf das Drumherum, auf die Dinge, die im Leben wirklich zählen. Er ist so fokussiert auf seine immer höher gesteckten Ziele, das er gar nicht merkt, wie weit er sich schon verirrt hat…

Tag 1: Brief an die Zukunft

Liebes Zukunftsich!
Ich bin mir ziemlich sicher, du bist immer noch dem Geschriebenen verfallen, so wie ich es jetzt bin, denn ansonsten ist dieser Brief in die falschen Hände gefallen und ich bitte dich ihn meinem tatsächlichen Ich zu überreichen. Danke.
Ich hoffe du hast das Schreiben und das Lesen und das Bloggen gut in deinen Alltag miteingebracht, oder vielleicht sind Bücher ja sogar dein Beruf, was ich sehr, sehr hoffe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du dich noch an die Idee erinnerst, an der ich momentan arbeite. Weißt du mittlerweile wieder, wie wir darauf gekommen sind? Ich kann mich nämlich momentan nicht mehr daran erinnern. Vermutlich waren wir mal wieder am Tagträumen, höchst wahrscheinlich in einer langweiligen Unterrichtsstunde oder auf einer langwierigen Autofahrt, so wie eigentlich all unsere Ideen entstehen.
Womit alles wohl begonnen hat? Ich glaube als erstes waren die Charaktere da, Anabelle, die keinen so richtigen Platz in dieser Welt hat und deswegen lieber in den Welten ihrer Bilder versinkt. Anabelle, die uns vermutlich gar nicht mal so unähnlich ist. Und natürlich nicht zu vergessen Scott, der nicht weiß, wer er ist und was er machen soll und deswegen lieber einfach mal das tut, was andere ihm sagen. Oder Jack, der ach so wunderbare Jack, für dessen schlechte Taten das viele Gute in ihm schuld ist. Und die ganzen anderen, deren tiefste Tiefen wir noch nicht erforscht haben. Und womit ging es dann weiter? Vielleicht mit einem Satz. Einem Gedankenblitz. Oder einer Inspiration. Hat es uns nicht schon immer interessiert, wozu der Mensch eigentlich fähig sein könnte? Oder zumindest seitdem wir „Lucy“ gesehen haben, definitiv. Ich glaube nicht, dass dieser Film unsere Inspiration war, denn er hat uns ja noch nicht mal gefallen, aber er war denke ich definitiv die Ermutigung, dass wir uns an dieses Thema heranwagen dürfen, egal wie verrückt es ist. Wir hätten uns nie getraut, die Idee umzusetzen. Die Geschichte ist immer noch in ihrem Anfangsstadium und ich hoffe, dass ich aus dieser kleinen Idee, noch ganz viel Tiefe herausholen kann, genauso auch aus unseren Charakteren. Ich weiß nicht, wohin diese Reise führt, ich hoffe, dass sie noch sehr viel weiter führt, aber wie weit, das weißt nun einmal nur du. Aber wir beide wissen, dass da noch haufenweise andere Ideen in unserem Kopf stecken, die einfach nur mehr genügend Raum und Zeit brauchen, um sich zu entwickeln.
Dein Vergangenheitsich.

Tag 6: Jeder Geschichte ihren Titel

Du stirbst in meinem Herzen nicht – in dieser Geschichte dreht sich das Thema wahrscheinlich um Tod, vermutlich wird die Geschichte von einer Person erzählt, die entweder gerade einen geliebten Menschen verloren hat, oder kurz davor ist. Vielleicht wegen eines Unfalls oder wegen einer Krankheit. Es geht vermutlich darum, dass der Protagonist den Tod dieses geliebten Menschen verkraften muss und wir Zeuge sein dürfen, wie er langsam wieder einen Weg ins Leben findet, ohne die gestorbene Person zu vergessen, aber gleichzeitig akzeptiert, dass sie für immer fort ist.

Tag 5: Die Würfel sind gefallen

Zack hatte letztendlich doch seine kleine Stoffschildkröte mitnehmen dürfen, Mom war wie immer weich geworden. Mir hätte sie das nie erlaubt, dachte ich bitter, während ich die Brücke entlangschlenderte. Ich kam an der alten Eiche vorbei, auf die ich als Kind immer geklettert war, so hoch, dass ich die Schafe sehen konnte, die in der Ferne weideten. Dort oben konnte ich die ganze Welt einfach aus meinen Gedanken aussperren, auch meine Eltern, die dann meistens keine Ahnung hatten, wo ich steckte. Einmal, da hatte ich sogar mit dem Gedanken gespielt, für immer oben zu bleiben, wo nichts und niemand mir etwas anhaben konnte. Schließlich hatte aber ein Gewitter eingesetzt und ich musste einsehen, dass es keinen Ort auf dieser Welt gab, auf dem nichts und niemand mir etwas anhaben konnte.

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