Tag 3: An der Supermarktkasse

Vor mir an der Kasse steht SIE, die Frau, die meiner Hauptperson so ähnlich ist, dass ich mich frage, ob sie direkt aus meinen Gedanken gesprungen ist. Jetzt steht sieh hier und legt ahnungslos ihre Einkäufe auf das Laufband. Ich überlege mir öfter, wofür die Personen vor mir ihre Waren brauchen und auch hier mache ich mir meine Gedanken. Bei IHR würde es sicher so aussehen:

1. Erdbeeren – Sie scheint Erdbeeren zu lieben. Ob mit oder ohne Kuchen dazu oder mit Sahne oder pur? Ich glaube, sie ist der Pur-Typ, der Typ Mensch, der den Frühling liebt mit seinen Gerüchen, seinen wieder auferstehenden Pflanzen und den Neubeginn, den der Frühling einem jedes Jahr aufs Neue vorgaukelt.
2. Vanillestangen – Ein Leckermäulchen, vermutlich liebt sie Kuchen oder selbst gemachten Vanillepudding. Sie mag den Geruch von Vanille, weil er sie so sehr an ihre Oma erinnert, die ihr in ihrer Kindheit zum Nachtisch immer Vanillepudding gekocht hat.
3. Tee – Oh, ich glaube vor mir steht eine Bücherliebhaberin. Wozu sonst benötigt sie den Tee? Ich stelle sie mir vor, wie sie zu Hause auf der Couch sitzt, vielleicht mit „Harry Potter“ in den Händen und den wunderbar duftenden Tee während des Lesens trinkt.
4. Käse – Vermutlich gehört sie zu den Menschen, die ohne Käse kein Mahl abschließen. Wunderbarer Bergkäse, der so würzig duftet, dass mir schon beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammen läuft. Oder sie nutzt den Käse zum Überbacken einer leckeren Sauerkrautlasagne.
5. Schokolade – Gehört sie zu den Menschen, die aus Genuss Schokolade essen oder gehört sie zu denen, die sie aus Frust essen? Wenn ich sie mir so ansehe, scheint sie eher der Genussmensch zu sein, bei dem die Tafel mehrere Tage überleben.

Tag 1: Brief an die Zukunft

Mein liebes zukünftiges Ich,

Du möchtest wissen, wie ich auf die Idee gekommen bin, diese Geschichte aufzuschreiben? Gut, dann erzähle ich es Dir. Im Grunde geistern mir ständig Geschichten durch den Kopf, nur leider bin ich viel zu unbegabt, diese auch aufzuschreiben. Wie Du vielleicht an meinem Brief sehen kannst, bin ich nicht besonders bewandert darin, mich gewählt oder mitreißend auszudrücken. Ich habe bereits einen Versuch gestartet, diese Geschichte zu schreiben. Nach mehrmaligem Lesen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich besser beim Geschichten verschlingen statt Geschichten schreiben bleiben sollte.

Die Hauptcharaktere meiner Geschichte sind mir sehr ans Herz gewachsen. Leider fehlt mir für sie noch ein passender Name. Die beiden kennen sich schon immer und glauben, dass sie schon immer einfach nur Freunde sind. Als sie ohne Vorwarnung in einer Parallelwelt landen, ist klar, dass sie diese Welt nur retten können, wenn sie zu ihren wahren Gefühlen stehen. Zur Zeit der Erstellung dieses Briefes habe ich schon eine wage Ahnung, wo genau das Buch sich abspielt, was ungefähr passiert, allerdings fehlt es mir an Nebencharakteren. Da kommt mir das Storytelling sehr gelegen, weil ich mich mit den Gedanken befassen muss und sie ausbauen muss.

Ich hoffe, liebes Ich, dass Du meine Gedankengänge nachvollziehen kannst und mich ein wenig verstehst. Ich wünsche mir nämlich nichts mehr als meine Geschichten, die sich immer irgendwo ergeben, aufschreiben zu können. Nicht für die Menschheit, nein, für mich.

Ich bin nun am Ende meiner Ausführungen angekommen und freue mich auf die neue selbst gewählte Aufgabe.

Dein Gegenwarts-Ich

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