Tag 3: An der Supermarktkasse

Also ich denke, wenn Alissa einkaufen geht, darf auf jeden Fall kein Cappuccino fehlen, der, mit einer speziellen Zubereitung, jeden anstrengenden Tag rettet.
Dazu natürlich einen neuen Terminplaner, damit sie all ihre Projekte, Verabredungen für Nachhilfen und Clubtreffen, Referate und Schulausflüge, die sie zu planen hat, gut ordnen kann.
Außerdem werden sich auch ihre Lieblingsfrüchte wie Äpfel und Trauben auf dem Laufband wiederfinden, die sie, während sie ihre ganzen Pflichten abarbeitet, neben sich auf dem Schreib- oder Nachttisch stehen hat und immer wieder reingreift.
Auch ein Buch darf nicht fehlen. Für die kurzen, ruhigen Momente in Alissas Leben, in denen sie einfach entspannen kann und mit einem guten Buch, ihrer Schüssel Weintrauben (natürlich nur die Grünen) und ihrem Spezial-Cappuccino auf ihrem Bett oder im Wohnzimmer auf dem Sofa liegt und die freie Zeit genießt.
Um all das abzurunden legt sie zu guter Letzt neue Kopfhörer auf das Laufband. Davon kann man nie genug haben!
Diese kleinen Dinger sind mit der Musik, die aus ihnen spielt, ihre Konzentrationshilfen und ihre Entspannung an einem gemütlichen Abend. Sie sind einfach immer zu gebrauchen, ob auf langen Busfahrten, langweiligen Pausen, guter oder schlechter Laune oder einfach nur, um nicht angesprochen zu werden.
Damit ist Alissas Einkauf auch schon komplett, um sie glücklich zu machen. Auch wenn sie gar keine Zeit hat, einzukaufen, bei den ganzen Verpflichtungen, ihre Mutter ist zuverlässig, was Alissas Vorlieben angeht.

Tag 2: Es war einmal …

Es war einmal ein Mädchen namens Alissa. Jeden Tag steht sie auf, setzt ein lächelndes Gesicht auf und geht in die Schule, um ihrer Position als ›perfektes Mädchen‹ gerecht zu werden. Eines Tages aber taucht Gabriel auf, ein Junge, den Alissa aus ihrer dunklen Vergangenheit kennt und schreckliche Erinnerungen und Gefühle in ihr weckt, was dazu führt, dass die Schatten ihres früheren Lebens wieder über sie kommen. Deshalb beginnt sie, zurück in ihre alten Muster zu verfallen und sich Gabriel wieder anzunähern. Deshalb schleichen sich Erinnerungen ihrer Vergangenheit in Alissas Kopf und mischen all ihre unterdrückten Ängste wieder auf, wodurch ihr Albtraum von Leben, den sie versucht, durch ihre perfekte Mädchenrolle zu kaschieren, wieder von vorne beginnt. Bis sie schließlich von ihrem früheren Ich eingeholt wird und beginnt, sich und Gabriel langsam aber sicher ins Verderben zu stürzen, aus dem sie sich und ihn nur retten kann, indem sie ihre Masken ablegt und ihre wahren Persönlichkeit zeigt.

Tag 1: Brief an die Zukunft

Liebes zukünftiges Ich,

ich bin sehr gespannt, was Du am Ende dieser Geschichte noch bestätigen kannst und wobei Du einfach nur lachend den Kopf schütteln wirst. So wie ich mich kenne, wird bestimmt wenig von der Grundidee übrig bleiben …
Das Projekt ist noch sehr jung – hoffentlich wird es auch beendet – und ich bin gerade an meiner 50.000er Marke und erst jetzt beginnt die eigentliche Handlung. Ich denke, auch in der Zukunft wird es nicht anders sein und ich werde mich nicht kurz halten können.
Wie ich genau auf diese Idee kam, das weiß ich leider nicht mehr, das weiß ich bei keiner. Es macht einfach *Plöpp* und schon schreibe ich drauf los.
Aber ich kann mich dunkel daran erinnern, dass ich in der Zeit, in der ich die Idee bekam, auf Instagram sehr oft diese typischen … wie soll man es nennen, ohne gemein zu klingen? Depri-Seiten? Kann man das so sagen? Ich weiß nicht, jedenfalls sind mir diese sehr oft begegnet und dann sah ich einen Spruch, den ich etwas umwandelte: »Mein lächelndes Gesicht ist auch nur eine Maske meines weinenden Ichs.«
Und dieser Spruch hat es mir dann angetan. Sofort kam mir der Titel »Glücklich unglücklich« in den Kopf und *puff*, die Idee war entstanden!
Ein wunderhübsches Mädchen, ein Engelsbild mit blonden Haaren und blauen Augen. Immer glücklich, immer lächelnd und hilfsbereit. Nie ist sie mit hängenden Mundwinkeln zu sehen und das sie weint? Bei Alissa unvorstellbar!
Doch meine Protagonistin ist kein Engel, sie hat eine dunkle Vergangenheit und das Lächeln, das jeder sieht, ist ihre tägliche Maske. Sie verdrängt ihre Probleme und hilft anderen. Doch wenn die Person, die deine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an die Grenze der Zerstörung gebracht hat, wieder in deinem neuen, perfekten Leben auftaucht, ist das gar nicht mal so einfach!
Vielleicht habe ich bei der Gestaltung meiner Protagonisten auch etwas von mir abgeguckt, was natürlich nicht heißt, dass ich jeden Tag ein falsches Lächeln aufsetze. Keine Sorge, Zukunftsich, Du brauchst jetzt nicht peinlich berührt den Kopf schütteln, ich habe keine Emo-Phase!
Aber mir scheint vor allem diese Idee als sehr emotional, denn wenn sie so wird, wie ich es mir vorstelle (wer´s glaubt!), dann werden auf jeden Fall viele Tränen fließen.
Natürlich hat wie jede meiner Geschichten eine Message an meine Leser und diesmal lautet sie: Es ist okay, du selbst zu sein, solange du mit dir zufrieden bist. Akzeptiere deine Fehler in der Vergangenheit, schieb sie in den Hintergrund, aber lerne davon in der Zukunft. Du brauchst dich nicht hinter Masken zu verstecken, wenn du geliebt werden willst. Zeig deine wahren Gefühle und Emotionen, trau dich, zu weinen und lebe so, dass du behaupten kannst, dein Lachen ist echt und nicht bloß aus Gewohnheit auf deinen Lippen gefroren!
Dann bin ich mal gespannt, wie Du das meisterst, mein Ich aus der Zukunft!
Ich freue mich drauf, auf Instagram das letzte Kapitel posten und voller Stolz »Danke!« sagen zu können!
Liebe Grüße,
dein Ich aus der Gegenwart! (Oder dann schon Vergangenheit?)

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