Tag 9: Was ist eigentlich Glück?

Glück bedeutet für meine Protagonistin, am Ufer eines Baches zu sitzen und auf ihrer Flöte zu spielen. Dabei die Ruhe vor all ihren Pflichten zu genießen macht sie sehr glücklich und beruhigt sie. Jedes Mal, wenn sie die Zeit zum Tanzen findet, empfindet sie ebenfalls großes Glück, da es ihr ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit vermittelt.
Zu Lebzeiten ihrer Mutter war sie stets glücklich, sobald sie Zeit mit ihrer Mutter verbringen konnte. Meistens setzten sie sich zusammen und sie las ihrer Tochter vor. Es erfüllte sie mit so viel Glück und Liebe ihrer Mutter zu lauschen und sich dabei an sie zu lehnen, als könnte sie all ihre Sorgen für einen Moment vergessen. Der erste Mensch, der ihr nach dem Tod der Mutter dieses Glück wieder zurück bringen konnte, war der Mann, dem sie schließlich ihr Herz schenkt.

Tag 3: An der Supermarktkasse

Es war ein stressiger Freitag Abend, der sich natürlich wie Kaugummi zog. Ich hasste es, meine Freitage hier im Supermarkt verbringen zu müssen, aber man musste schließlich sein Geld irgendwie zusammen kriegen.
Mit der Zunge schnalzend ließ ich den Blick durch den Kassenbereich schweifen, als ein Mann an das Band heran trat und seine Produkte darauf legte. Er sah ziemlich mitgenommen aus – er musste wohl eine lange Reise hinter sich gehabt haben. Seine Militärkleidung war völlig verdreckt und hatte an einigen Stellen sogar Risse. Als die Produkte mich erreichten, wandte ich den Blick schnell ab und zog sie über den Scanner. Mehrere Zigarettenschachteln waren das erste, was mir ins Auge fiel. Er musste Kettenraucher sein, was ich gar nicht so unwahrscheinlich fand, da er schließlich einen ziemlich Nerven aufreibenden Job hatte. Danach kamen Fleisch, Wasser und Sonnencreme. War er vielleicht auf dem Weg in den Süden? Seine Haarfarbe ließ darauf schließen, dass er aus dieser Region kommen musste. Das letzte waren dann noch Schlaftabletten, die nicht verschreibungspflichtig waren. Sie waren sehr mild und doch fragte ich mich, was dieser Mann erlebt haben musste, dass er Schlaftabletten und Zigaretten in dem Maße benötigte.

Tag 8: Die Bewerbung des Antagonisten

Bewerbung zur Gefängniswärterin

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch eine Stellenausschreibung am schwarzen Brett bin ich auf Ihre Einrichtung aufmerksam geworden. Die Arbeit als Gefängniswärterin weckt in mir großes Interesse, da ich überzeugt bin, eine große Bereicherung für Ihr Team darzustellen.

Nach meinem Schulabschluss habe ich eine Ausbildung zur … im Militär begonnen. Es war schon immer mein Traum gewesen, im Dienste des Staates zu stehen. Ich schloss die Ausbildung mit exzellenten Noten ab, entschloss mich allerdings danach, einen gänzlich anderen Weg einzuschlagen.

Zu meinen Stärken zählen Kampfkünste, die ich im Laufe meiner Ausbildung erlernen durfte. Genauso habe ich den Umgang mit Stich- und Schusswaffen perfektioniert. Dadurch werde ich in der Lage sein, Insassen zu entwaffnen und unter Kontrolle zu halten. Des Weiteren habe ich eine starke Persönlichkeit, die sich von keinerlei Stresssituationen aus der Ruhe bringen lässt. Auch schwierige Charakterzüge von Insassen, die verletzend oder beleidigend werden könnten, werden an mir abprallen.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.

Hochachtungsvoll,
Lucia

Tag 2: Es war einmal …

1) Es war einmal ein Soldat. Jeden Tag verbrachte er auf Einsätzen in verschiedenen Teilen des Landes. Eines Tages aber kehrte er aus dem Krieg zurück in seine Heimatstadt und entdeckt die überall gesuchte Göttin, verletzt, auf seiner Veranda. Deshalb beschloss er sie bei sich aufzunehmen und erkannte, welch große Bürde dieser Frau auferlegt worden war. Deshalb hilft er ihr aus der Stadt zu fliehen, obgleich sich das Militär des Landes immer wieder in ihren Weg stellt. Bis die beiden schließlich in ihre Heimat zurück gelangen.

2) Es war einmal eine Königstochter. Jeden Tag verbrachte sie damit zu lernen wie sie das Land in Zukunft regieren würde. Eines Tages jedoch verletzte sie ihren Vater schwer bei seinem Versuch sie zu missbrauchen. Zur Strafe schickt er sie deshalb in ein Gefängnis, in dem ihr Manieren beigebracht werden sollen. Und deshalb macht er daraus eine Reality Show, um sie vor der gesamten Bevölkerung zu demütigen und eine Warnung daraus werden zu lassen an alle, die sich ihm in den Weg stellen wollen. Bis die Königstochter schließlich aus dem Gefängnis entflieht und ihren Vater stürzt.

Tag 1: Brief an die Zukunft

Liebes Zukunftsich,

ich hoffe du bist noch immer so schreibverrückt wie heute und siehst in allem was du erlebst und siehst neue Ideen für deine Geschichten. Schon im Jahr 2014 kam dir die Idee für eine ganz neue Fantasy-Geschichte, die sich um eine zur Göttin auserkorene, junge Frau drehen sollte, die eine einzigartige Kraft besitzt, um die sich alle Länder der Welt reißen. Immer wieder stellt sich die Frage, wie weit die Menschheit gehen wird, um das zu erlangen, was so dringend benötigt wird. Und wie oft wird die junge Göttin es zulassen, dass sie ausgenutzt und wieder weggeworfen wird, nur um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen? In dieser Geschichte wird es um eine gebrochene Frau gehen, die den Sinn ihres Leben zu finden versucht und immer wieder an ihre Grenzen stößt. Es wird um einen jungen Soldaten gehen, der von Krieg und Verlust gezeichnet ist. Ich hoffe, du hast mittlerweile die komplette Reihe abgeschlossen, denn momentan plane ich, daraus 3 Teile zu machen.

Aber es gibt auch noch eine zweite Geschichte, die dir im Kopf umher schwirrt und die erst seit zwei Monaten durch einen Traum entstanden ist. Darin geht es um ein wohlhabendes Mädchen, dass nach außen hin alles zu haben scheint und doch im Innern völlig allein ist. Sie wird durch ein prägendes Ereignis in die Welt der Kriminalität und des Wahnsinns gedrängt, ohne eine Chance wieder zu fliehen. Und dabei wird sie von aller Welt dabei beobachtet, als wäre sie ein Zirkusaffe, der die Menschen unterhalten soll.

Die zweite Idee ist noch komplett unausgereift und steht nur vage auf dem Papier, also hoffe ich, dass du sie in der Zukunft komplett ausgearbeitet und niedergeschrieben hast. Ich bin so gespannt wohin die Reise gehen wird!

In Liebe,
dein Ich aus der Vergangenheit

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