Tag 31: Das Ende

Zuletzt habe ich gelesen:
Wie Monde so silbern

Dabei habe ich folgendes herausgefunden:
Für mich war schon relativ am Anfang klar, dass Cinder eine wichtige Rolle spielen würde, und – wie es in diesen Büchern eben so ist – vermutlich zu einer Revolution führen und fliehen werden müsste. In diesem Sinne war ich am Ende nicht überrascht.
Allerdings handelt es sich bei dem Buch nur um den ersten Teil, weshalb auch am Ende noch viele Fragen offen sind, beziehungsweise durch die Beantwortung einer Frage viele weitere Fragen entstehen.

Tag 30: Achtung: Hochspannung!

Vorsichtig drückte ich die Tür auf und trat in die dunkle, kalte Hütte. Es hing der schwache Geruch von Kräutern in der Luft, und ich konnte sehen, dass noch vereinzelt Reste davon an den Balken hingen, zwischen Staub und Spinnenweben. Es war so lange her, dass ich hier gewesen war, und trotzdem war mir alles so vertraut. Fast schien es mir, als könnte jeden Moment Oma aus der Küche oder die Treppe hinunter kommen und mich begrüßen. Aber das würde sie nicht. Keine Plätzchen und Geschichten mehr.
Seufzend stieg ich die Treppe hinauf und öffnete dann die Luke zum Dachboden. Die Leiter sah etwas morsch und noch instabiler aus, als zuvor, aber sie war die einzige Möglichkeit, die ich hatte. Vorsichtig kletterte ich hinauf und sah mich oben um. Der Dachboden war sehr aufgeräumt und ordentlich, aber das wunderte mich bei Oma wenig. Sie war immer auf Ordnung bedacht gewesen. Allerdings war es sehr dunkel, und ich wollte nicht die ganze Zeit über mein Handy zur Beleuchtung benutzen; eine Lampe gab es allerdings nicht. Ich blickte mich ein wenig um, bis mein Blick an einem Kerzenständer mir Kerzen hängen blieb. Kurz kramte ich in meiner Jackentasche, und zog dann ein Feuerzeug hervor, mit welchem ich die Kerzen anzündete.
Unschlüssig, was ich überhaupt hier tat und wonach ich suchte, stand ich im Raum und ließ meinen Blick über die verschiedenen Regale und Kisten gleiten, bevor ich einfach zu irgendeinem Karton ging, und ihn öffnete. Zuerst kam mir nur eine große Staubwolke entgegen, und ich wandte mich einen Moment hustend ab, bevor ich mir den Inhalt genauer ansah. Auf den ersten Blick schienen es nur Bücher zu sein, doch dann sah ich, dass es zum Großteil Fotoalben waren, und ich zog neugierig eines hervor.
Es enthielt einige Bilder von meinen Großeltern, als sie noch jünger gewesen waren, und ich war überrascht, meine Oma des Öfteren ziemlich vertraut mit einer anderen Frau zu sehen, die ihr auch noch zu ähneln schien. Sie schienen fast wie Schwestern, aber meines Wissens nach war Oma ein Einzelkind gewesen, weshalb ich sie einfach als eine gute Freundin beurteilte. Es waren ebenfalls Bilder von Stränden und Pools, allem Anschein nach in anderen Ländern, und auf allen war mein Großvater mit drauf, was mich stark wunderte. Ich hätte ihn nicht als die Art von Mensch eingeschätzt, die Urlaub machte, dazu glich er meinen Eltern zu sehr, aber vielleicht war er nicht immer so gewesen? Ich hatte nie verstanden, wie er und Oma überhaupt zusammen gekommen waren, und das schien mir die einzige Erklärung.
Die letzten Bilder waren alle von der Hochzeit der beiden, und obwohl Oma schon irgendwie glücklich schien, wirkte sie trotzdem ein wenig fehl am Platz. Selbst die Urlaubsbilder waren irgendwie immer so gewöhnlich und bescheiden gewesen; die Hochzeit hingegen war total protzig und pompös, und es war deutlich, dass dies so war, um einen Eindruck zu hinterlassen, nicht, weil Oma das so wollte. Auch das Kleid schien viel zu elegant und teuer für sie.
Im nächsten Album waren Bilder von ihr, schwanger und später dann auch mit einem Baby. Es schien die gesamte Kindheit meiner Mutter zu enthalten, was wirklich komisch für mich war. Ich hatte kaum Bilder von ihr als Kind gesehen, meine Eltern selbst hatten selten Fotos von mir gemacht, und jetzt sah ich das hier: Die kleine Elisabeth, mit Zöpfen, Baumwollkleidchen und Sandalen. Im Sandkasten spielend, tanzend, geschminkt in den viel zu großen Schuhen ihrer Mutter. Beim Reiten auf einem Pony. Nur wenige Bilder, auf denen sie das Haar ordentlich frisiert hatte und edle Kleider trug, meistens alleine mit ihrem Vater auf irgendwelchen Empfängen. Sie schien eine fast schon normale Kindheit gehabt zu haben.
Ich spürte einen kurzen Stich der Eifersucht und versuchte zu verstehen, wie sie, obwohl sie eine so schöne Kindheit gehabt hatte, ihre Mutter so verachtete und mir dieses Leben antat, weshalb ich das Buch zu klappte und gerade zurück in den Karton räumen wollte, als ich plötzlich eine kleine Schachtel sah. Sie war ganz am Boden in der Ecke, eingeklemmt hinter Büchern, und ich nahm sie vorsichtig in die Hand.
Die Alben legte ich gedankenlos neben mich und strich vorsichtig über die glatte, leicht gewölbte Oberfläche der kleinen Holzschachtel, deren Seiten ebenfalls vollkommen glatt waren, und deren Deckel mit einem verzierten, eisernen Schloss verschlossen war. Verschwommen erinnerte ich mich an eine Geschichte, die mir Oma mal erzählt hatte, in der es um eine verzauberte Box ging, die Wünsche erfüllen konnte. Man musste nur, wenn man sie öffnete, an eine bestimmte Person denken, und lebte dann einen ganzen Tag als eben diese Person. Allerdings hatte ich das immer für ein Märchen gehalten, doch in Anbetracht der momentanen Ereignisse, schien mir alles möglich. Außerdem schien von der Schachtel eine merkwürdige Ausstrahlung auszugehen, so dass zuerst meine Hände, und bald schon mein ganzer Körper leicht zu kribbeln begann. Wenn ich sie ansah, wurde mir innerlich ganz warm, und ich fühlte mich sicher und geborgen, so wie wenn Oma mich umarmt hatte.
Nachdenklich starrte ich sie an. Ob ich sie öffnen sollte? Und wenn ja, als welche Person würde ich gerne mal den Tag verbringen? Als erstes fiel mir natürlich meine Mutter ein, aber dann natürlich in ihrer Kindheit, und ich wusste nicht, ob das so funktionierte. Auf einen Tag ihres jetzigen Lebens konnte ich gerne verzichten. ‚Normaler Mensch‘ hingegen wäre vermutlich nicht spezifisch genug, und von den Leuten aus der Schule, fiel mir niemand spezifisch ein, mit dem ich tauschen wollen würde, immerhin konnte es auch sein, dass sie zu Hause Probleme hatten, von denen niemand etwas wusste.
Seufzend stand ich auf und versuchte den Staub aus meiner Hose zu klopfen, aber das gelang mir eher schlecht als recht. Eigentlich war es doch egal. Es würde höchstwahrscheinlich eh nicht funktionieren, und selbst wenn – was war ein Tag eines schönen, einfachen Lebens denn Wert, wenn ich ohnehin wieder würde zurückkehren müssen? Ich räumte die Fotoalben zurück in den Karton und war gerade im Begriff, auch das Kästchen zurück zu legen, da überlegte ich es mir anders. Ich könnte es ja trotzdem mitnehmen, nur für den Fall. Schaden würde es mir nicht.
Vorsichtig ließ ich es in meine Jackentasche gleiten und pustete die Kerzen aus, bevor ich zu der Luke zurückging und die Leiter misstrauisch begutachtete. Bis jetzt war es gut verlaufen, aber ich wollte mein Glück nicht zu sehr auf die Probe stellen, weshalb ich nur die ersten paar Sprossen hinab stieg, und dann sprang. Ich schloss die Luke wieder, auch wenn es sowieso niemand merken würde, wenn sie offen blieb, und ging dann wieder nach unten. Mit einem letzten Blick ins Wohnzimmer öffnete ich die Tür und trat nach draußen, eine tiefe Traurigkeit in meinem Innern. Aber auch wenn Oma tot war, würde ich bestimmt wieder kommen, und sei es nur, um mich ihr irgendwie nahe zu fühlen.

Tag 29: Die Vorahnung

Dies ist das Vorahnungselement meiner Geschichte:
Durch die Drohbriefe, Morde und merkwürdigen Geschehnisse, wird Sam langsam etwas paranoid und fühlt sich andauernd verfolgt; meint in jedem Schatten etwas zu sehen.

Und so stelle ich mir vor, das Element in meiner Geschichte einzubauen:
Es wird öfter mal verwendet, um ein bisschen Spannung aufzubauen und auch zu zeigen, wie sehr Sam durch ihre Eltern und ihren Ruf, den sie ja wahren muss, beeinflusst wird. Sie redet sich immer wieder ein, dass sie überempfindlich ist und sich Dinge nur einbildet, aber im Endeffekt hat sie mit ihren Vermutungen und Ängsten meistens, zumindest teilweise, Recht.

Tag 28: Der Zwilling

Ich saß auf der Couch und sah fern, als es plötzlich geklingelt hatte. Vollkommen verwirrt war ich zur Tür gegangen, hatte geöffnet und meinem Ebenbild gegenüber gestanden. Einem, zugegeben, ziemlich zerzausten und durchnässten Ebenbild, aber die Ähnlichkeit war unverkennbar.
Sie hatte gesagt, ihr Name wäre Tamara, und wir wären Schwestern, und da dies ohnehin offensichtlich war, hatte ich sie herein gebeten, ihr trockene Kleidung gegeben und nun saßen wir in der Küche, jeder mit einer Tasse Tee vor sich. Ich musterte sie verwundert, da ich sie noch nie zuvor gesehen hatte, und mir nicht erklären konnte, warum meine Eltern meine eigene Schwester vor mir verheimlich haben sollten.
„Also… ähm… wo kommst du her? Und, warum besuchst du mich?“, fragte ich nach einigen Minuten des Schweigens wissen und rutschte nervös auf meinem Stuhl hin und her.
Tamara grinste nur. „Ich komme… aus einer Stadt, oder eher einem Dorf, am anderen Ende des Landes. Meine ‚Mutter‘, oder eben die Person, die mich aufgezogen hat, ist vor kurzem gestorben. Zusammen mit ihrem Testament, hat sie mir einen Brief hinterlassen, in welchem stand, dass sie gar nicht meine Mutter war.
Sie hat geschrieben, dass vor vielen Jahren eine gute Freundin zu ihr kam, mit einem Baby, und sie gebeten hatte, sich darum zu kümmern. Sie hat nie erfahren, woher dieses Baby kam, aber sie hat auch nicht gefragt, weil sie dieser Freundin bedingungslos vertraut hat. Allerdings hat sich dann herausgestellt, dass es sich bei dieser Freundin um unsere Großtante handelt, die mich vor dem sicheren Tod, nachdem ich im Wald ausgesetzt wurde, gerettet hat.“
„Moment, Großtante?“, stieß ich aus, und starrte sie verwirrt an. „Die einzige Großtante, die ich kenne, ist so sehr wie mein Vater, dass sie einem Baby eher das Herz raus schneiden, als es retten würde.“
„Jaaa… ich rede auch von der anderen Großtante.“, erwiderte Tamara und grinste weiter. „Du weißt schon, die Schwester von Oma? Von der unsere Eltern nicht wollen, dass du sie kennst? Weil ihnen der negative Einfluss durch Oma schon genug war, aber sie ihre Schwester nicht einfach umbringen konnten?“
Ich blickte sie entgeistert an. „Also, ich weiß ja, dass der gesamte Rat total einen an der Waffel hat, aber einfach so die Existenz von zwei mit mir verwandten Personen verheimlichen?“
„Zwei Personen, von denen du weißt.“, entgegnete Tamara und lehnte sie dann ein wenig nach vorne, wobei sie ihren Kopf auf den Händen auf stützte. „Und… was war das mit dem Rat? Tantchen wollte mir nichts Näheres darüber sagen.“
„Ach, das… ist nicht so wichtig.“, sagte ich ausweichend und rutschte unwillkürlich ein wenig zurück.
„Oh, komm schon! Wir sind Zwillinge, mir kannst du’s doch wohl erzählen?“, rief Tamara und zum ersten Mal, seit sie hier angekommen war, wich das selbstsichere Grinsen aus ihrem Gesicht, und wurde durch Frustration ersetzt.
„Nein. Tut mir leid. Eben weil wir Zwillinge sind will ich dich da nicht mit rein ziehen.“, erwiderte ich und verschränkte abweisend die Arme. „Ich denke, es wäre das Beste, wenn du einfach wieder gehst. Zu unserer Großtante, oder irgendwelchen Freunden. Du kannst gerne die Nacht über hier bleiben, aber dann solltest du… einfach gehen und nicht zurückkommen.“
Tamara schmollte. „Nein.“
„Was?“
„Nein. Ich werde nicht gehen, bevor du mir nicht die Wahrheit erzählt hast. Was auch immer dein Problem ist, ich will es wissen, egal, ob ich mich dadurch in Gefahr begebe. Ich will wissen, was meine Eltern für Menschen sind, und warum sie mich umbringen wollten. Und warum du sie so zu hassen scheinst.“, sagte Tamara entschlossen und blickte mich um, ihre Gesichtszüge hart und unnachgiebig.
„Was weiß ich? Wahrscheinlich hast du einfach nicht in ihren gottverdammten Plan gepasst, du kannst glücklich sein, dass du so normal aufgewachsen bist! Selbst der Tod wäre vermutlich noch gnadenvoll gewesen, im Gegensatz dazu, was andere erleben! Warum kannst du das nicht einfach so hinnehmen und verschwinden?!“, fuhr ich sie an. Bei diesem Ausbruch war ich unbewusst aufgestanden und hatte mich auf den Tisch gestützt, von wo aus ich jetzt auf Tamara hinab blickte.
Diese schien gänzlich unbeeindruckt, und schob langsam den Stuhl zurück, bevor sie sich ebenfalls erhob und mir dann kalt in die Augen sah. „Denkst du wirklich, so ein kleiner Wutanfall kann mich beeindrucken? Weißt du eigentlich, durch wie viel Scheiß ich gegangen bin, um hier zu landen? Es ist nicht so, als würden einem die Informationen einfach so zu fliegen! Unsere Tante hat sehr viel Wert darauf gelegt, praktisch zu verschwinden, und dich zu finden war nahezu unmöglich! Du hältst dich für so toll und allwissend und stark, aber glaub mir, ich bin nicht nur irgendein kleines, schwaches Mädchen. Du brauchst mich nicht zu beschützen, ich kann auch mich selbst aufpassen.“
„Nicht, wenn es um den Rat geht. Du hast ja keine Ahnung, worüber du überhaupt redest.“, erwiderte ich kühl und entgegnete ihren Blick ebenso kalt.
„Dann erklär es mir doch!“, rief sie, nun sichtlich wütend. „Meinst du, ich habe all diese Leute gefoltert und getötet um an Informationen zu kommen, nur damit so eine selbstüberzeugte Tussi mich einfach wegschickt? Du bist nicht besser als unsere Eltern!“
Ich starrte sie einen Moment vollkommen entgeistert an, bevor was sie gesagt hatte, wirklich in meinem Kopf anzukommen begann. „Bitte was? Ich bin genau wie unsere Eltern? Wer foltert hier andere Menschen? Wer ist einfach aufgetaucht und erwartet Informationen, als wäre es das selbstverständlichste auf der Welt? Wenn eine von uns ist, wie unsere Eltern, dann du.“, sagte ich leise.
„Oh Süße, du kapierst es echt nicht, oder?“, fragte Tamara mit einem leichten Lachen, bevor sie um den Tisch herum zu mir kam, und sich direkt vor mich stellte. „Ja, ich habe Leute gefoltert, um an Informationen zu kommen. Und glaube ja nicht, dass ich bei dir eine Ausnahme mache, nur weil du meine Schwester bist.“
Nun war es an mir zu lachen. „Du willst mir drohen? Ich wusste gleich, dass irgendwas an deinem Verhalten nicht stimmt, niemand aus dieser Familie handelt je aus reiner Gutherzigkeit. Und auch Menschen, die gar keinen direkten Kontakt zum Rat und den ganzen Irren haben, können anscheinend ganz schön durchgedreht sein.
Aber, wie auch immer. Du hast keine Ahnung, mit wem du dich anlegst. Also, zum letzten Mal: Verschwinde. Verschwinde, so lange du noch kannst. Und denk nicht mal daran, mich anzugreifen. Dir wird das Ergebnis nicht gefallen.“
Tamara bewegte sich keinen Millimeter, und auch ich blieb vollkommen still stehen. „Niemals. Du machst mir keine Angst, Sam.“

„Oh, sei dir da mal nicht so sicher.“, knurrte ich, was Tamara kaum merklich zusammen zucken ließ. Sie griff nach hinten, und hatte plötzlich ein Messer in der Hand, mit welchem sie mich anzugreifen versuchte, doch ich war schneller und hielt ihren Arm auf. Sie starrte mich wütend an und versuchte vergeblich, ihren Arm aus meinem Griff zu befreien, aber ich dachte gar nicht daran, sie los zu lassen. Stattdessen drehte ich ihren Unterarm immer weiter, bis sie vor Schmerzen aufschrie und auf die Knie sank. Das Messer ließ sie ebenfalls fallen, aber ich drehte trotzdem weiter bis mit einem lauten Knacken ihre Knochen brachen. Dieses Mal war ihr Aufschrei lauter.
Ich ließ ihren Arm fallen und sah auf sie hinab, aber genau wie ich es erwartet hatte, war sie nicht so schnell unterzukriegen. Irgendwo her zog die plötzlich eine Pistole, doch noch bevor sie die Möglichkeit hatte, richtig zu zielen, hatte ich nach ihrem Handgelenk gegriffen und es gebrochen. Sie schrie wieder und zog den Arm reflexartig an den Körper, die Pistole fiel klappernd zu Boden.
„Sonst noch was?“, fragte ich in beiläufigem Tonfall, als würden wir immer noch ruhig am Tisch sitzen, und sie nicht mit gebrochenen Knochen und schmerzverzerrtem Gesicht vor mir auf dem Boden kauern.
„Du kannst mich nicht einschüchtern.“, antwortete Tamara mit zusammen gebissenen Zähnen. „Selbst wenn du es jetzt schaffen solltest, mich zum Gehen zu bringen – ich werde wieder kommen, und nicht eher ruhen, bis ich die Informationen habe, die ich brauche!“
In diesem Moment hörte ich, wie die Tür geöffnet wurde und jemand das Haus betrat. Tamaras Kopf wandte sich in Richtung des Geräusches und ihr Gesicht bekam einen etwas gehetzten Ausdruck.
„Sam? Bist du da?“, ertönte Ethans Stimme, und ich rief zurück: „Ja, in der Küche. Erschreck dich nicht, wir haben… Besuch.“
Ich konnte praktisch vor mir sehen, wie sich Ethan bei dieser Bemerkung anspannte, und nur Sekunden später erschien er in der Tür.
„Zwillingsschwester von der ich bis jetzt nichts wusste. Wollte Informationen erzwingen, hat mich angegriffen und meint jetzt trotzdem, mich weiter bedrohen zu müssen. Sie meint, dass sie sich von mir nicht einschüchtern lässt.“, sagte ich als Reaktion auf seinen verwirrten Gesichtsausdruck.
Sein Blick verfinsterte sich augenblicklich, doch anstatt sie direkt anzugreifen, fragte er: „Was für Informationen?“
„Über den Rat, daraus resultierend über uns… eigentlich wollte ich sie nur schützen, aber dann hat sie vom Foltern und töten für Informationen angefangen und gesagt, ich wäre nicht besser als meine Eltern… jetzt würde ich ihr auch so nichts mehr sagen. Mal ganz davon abgesehen, dass sie keinen Tag gegen den Rat überleben würde, so schwach und unorganisiert die auch sein mögen.“, erwiderte ich und warf Tamara einen abfälligen Blick zu, bevor ich mich auf den Tisch hinter mir setzte. „Meinst du, sie würde sich von dir einschüchtern lassen?“
„Oh, ich bin mir sicher, dass mir da die eine oder andere Sache einfallen würde…“, erwiderte Ethan und tat so, als würde er nachdenken, „Niemand bedroht meine Sam und kommt ungeschoren davon. Nicht mal die Familie. Und auch wenn ihr euch auf den ersten Blick ähnelt – der Unterschied zwischen euch könnte nicht offensichtlicher sein.“

(warum eskaliere ich immer so?)

Tag 27: Die Storymap

Die Story dreht sich hauptsächlich um die Stadt, da der Rat die Vampire vor mehreren hundert Jahren von dort vertrieben hat, beziehungsweise versuchte, alle umzubringen. Zum Zeitpunkt der Geschichte sind sie zurück und wollen die Stadt zurück, da sie nur total versteckt leben können, und da der Rat herausgefunden hat, dass noch Vampire leben uns für sie deshalb eine Bedrohung dar stellt.
Ich habe jetzt nur wenige, wichtige Charaktere mit rein genommen, weil das sonst zu viel und zu unübersichtlich geworden wäre, aber es ist wichtig zu beachten, dass sowohl Sams gesamte Familie und Max dem Rat total treu sind, während Sam noch unter 18 ist und einfach nicht wirklich „rein passt“.
Cathryn ist einfach nur voller Hass gegen den Rat, und dadurch ein wenig impulsiv, was vor allem Ethan auf die Nerven geht. Er will eher bedacht vorgehen und planen. Außerdem merkt er direkt, dass Sam anders ist, als ihre Eltern, und versucht ihr die Wahrheit über den Rat zu erklären.

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