Tag 13: Vorprogrammierte Konflikte

Konflikt 1:
denkt sie hat Schuld am Tod ihrer Mutter und bildet sich Blut an ihren Händen ein (wegen ihrer bösen Seele)

Konflikt 2:
ihr Vater zieht mit seiner neuen Freundin zusammen, die sie nicht leiden kann und sie muss weg von dem Gras, dass sie braucht, um sich zu kontrollieren

Konflikt 3:
sie hat Probleme anderen zu vertrauen

Konflikt 4:
sie hat Probleme anderen zu vertrauen

Konflikt 5:

Tag 12: Ein unvorhergesehenes Unglück

Alia
„Nein Mum“, kreischte ich und versuchte verzweifelt meine Hände an das Lenkrad zu bekommen, das sie erbittert fest klammerte. Ehe ich wusste, wie mir geschah, rasten wir immer weiter auf den Baum zu. Es konnte nur noch Momente dauern, bis es krachen würde.
Scheißgebadet fuhr ich hoch und blickte mich panisch im Raum um. Schon wieder dieser Traum. Das war das ditte Mal diese Woche, dabei hatte ich fast jeden Abend im Gras verbracht. Was war nur los mit mir?
Seufzend stieg ich aus dem Bett und zog mich wärmer an. Wie es aussah, würde ich der Weide wohl noch einmal einen Besuch abstatten müssen. Während ich meine Socken suchte, fiel mir auf, dass es komisch im Raum roch und, dass dieser Geruch sich immer weiter ausbreitete. Während ich schockiert da stand, sah ich den Rauch unter der Zimmertür hervorkriechen, der sich immer weiter ausbreitete und meinen Boden bedeckte.
Scheiße. Es brannte! Ich musste irgendetwas tun. Vor lauter Schreck fühlte ich mich wie gelähmt. Ich spürte, wie das Blut an meinen Händen wieder zu jucken begann, doch ich war so erstarrt, dass ich nicht einmal die Kraft aufbrachte mich zu kratzen. Ich würde hier stehen bleiben, so lange bis alles voller Rauch war und dieser meine böse Seele ersticken würde.

Bennet
Ich schreckte aus meinem Bett hoch. Im Geiste hörte ich immer noch die gellende Stimme meiner Mutter, die mich scholt, warum nichts aus mir geworden war. Ein echter Albtraum. Alia hatte auch noch daneben gestanden und gekichert.
Noch ganz benommen, schwang ich die Beine aus dem Bett, um mir etwas zu trinken zu holen. Eine heiße Milch mit Honig war genau das, was ich jetzt brauchte. Doch ich kam nicht weit. Seltsame Schwaden umwaberten meine Füße. Ich brauchte eine Weile, bis ich begriff, dass das Rauch war. Und Rauch bedeutete normalerweise Feuer.
Plötzlich voll wach, reagierte mein Körper eher als mein Verstand. Er befand sich schon auf dem Weg aus meiner Wohnung, als ich noch überlegte, was zum Teufel ich nicht ausgemacht hatte.

Tag 11: Ort der Sehnsucht

Alia
Das Bild erinnert mich so sehr an Zuhause. An mein richtiges Zuhause meine ich. Das am anderen Ende der Welt, das ich zurück lassen musste. Damals war meine Welt noch in Ordnung, mein Leben noch normal. Damals fiel es mir so einfach, glücklich zu sein. Warum geht das jetzt nicht auch? Ich will doch einfach nur wieder lachen können, ohne diese Schuldgefühle zu spüren, die mich fast zerreißen.
Wieso kann ich mein altes Leben nicht zurück haben? Manchmal möchte ich wirklich nur zur nächsten Weide rennen und dort für immer zusammen gerollt im Gras liegen. Oder zumindest solange, bis ich mein altes Leben wieder zurück haben kann. Bis ich wieder in England sein kann. Bei Mum.

Bennet
Häfen bedeuten für mich irgendwie Abschied. Ich weiß nicht wieso, doch irgendwie muss ich bei den Schiffen immer an Leute denken, die mit ihnen weit weg fahren. Jack ist zwar auch weit weg gegangen, aber nicht mit dem Schiff.
Wie gerne wäre ich einmal an einem Hafen, wenn jemand ankommt. Wenn ich jemanden wieder finden kann und er zu mir kommt, mich umarmt und bei mir bleibt.
Alia sitzt auch immer am Hafen. An dem im Hillborough gibt es jedoch keinen Leuchtturm. So ganz passt er dann doch nicht zu dem Bild. Trotzdem muss ich jetzt an dieses Treffen denken, bei dem sie mich einfach auf dem Steg hat sitzen lassen. Dabei war es doch erst so gut gelaufen. Sie hatte das Lied sogar gemocht.

Tag 9: Was ist eigentlich Glück?

Alia
Nur im Gras bin ich glücklich. Sobald mein Körper die frisch abgeschnittenen Grashalme berührt, ich diesen wunderbaren Geruch rieche und meine Augen schließe, bin ich glücklich. Hier zwischen den Halmen kann ich vergessen, was ich eigentlich bin und einfach nur entspannen. Ich muss nicht daran denken, was für ein Monster bin, sondern kann mich – wenigstens für die Zeit im Gras – wie ein normaler Mensch fühlen.

Bennet
Es gibt viele Dinge in meinem Leben, die mich glücklich machen. Doch es sind gerade die einfachen Dinge, die mein Leben zu einem tollen machen. Theoretisch würde mir meine Gitarre reichen. Habe ich die Musik um mich herum, scheint der Rest der Welt egal und ich bin einfach nur glücklich. Aber auch wenn unsere Band einfach spielt, geht mein Herz bei der Musik auf und ich spüre eine Freude, wie sonst selten.

Alia macht mich auch glücklich. Ich verschwende sicher zu viel Zeit damit, ihr vorsichtig näher zu kommen, ihre Stimmungen auszugleichen, doch wenn ich sie dann mal glücklich erlebe, war es den Aufwand wert.

Tag 7: Von Konflikten und Lösungen

Die Figur auf dem Bild ist vermutlich sehr einsam. Sie steht vor lauter verschlossenen Türen, weiß nicht, an wen sie sich wenden soll und ob sie es wirklich wagen soll, diese Türschwelle zu einer neuen Welt zu überschreiten.
Eigene Unsicherheit und Schuldgefühle könnten bei diesem Konflikt ebenfalls eine Rolle spielen und ihn noch verstärken.

Pin It on Pinterest

Durch die weitere Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen