Tag 3: An der Supermarktkasse

Meine nächste Kundin sieht niedergeschlagen aus und sie weicht meinen Blicken auch immer wieder aus. Also nehme ich einfach ihr erstes Produkt und ziehe es über den Scanner – ein Glas Honig, sie scheint also gerne ein süßes Frühstück zu essen.
Als nächstes liegt auf dem Laufband eine Packung Kaffee. Muss sie vielleicht ein Frühstück für Freunde ausrichten?
Diese Vermutung wird jedoch durch das nächste Produkt zunichte gemacht: ein Sack Kartoffeln ist nicht unbedingt das, was man am Morgen zu sich nimmt.
Dazu noch einige verschiedene Gemüsesorten, Käse und Eier. Alles wirkt für mich wie ein Omlett, aber ich weiß nicht genau, wo ich den Honig da unterordnen soll.
„22,96€“, verkünde ich, als auch das letzte Produkt eingescannt und eingepackt ist.
Stumm reicht sie mir einen 50-Euroschein. „Könnte ich bitte die Rechnung haben? Einen Teil davon muss ich mit meiner Mutter abrechnen.“
Das erklärte diesen ungewöhnlichen Einkauf. Aber das Lächeln auf ihrem Gesicht zeigte mir, dass sie ihre Mutter gern hatte. Die Trauer musste also woanders her kommen. Nur konnte ich als Kassiererin leider nicht nachfragen, was denn los war. Das war nicht mein Job.

Tag 2: Es war einmal …

Es war einmal eine junge Elfe, die wegen ihren schwarzen Flügeln von der Elfengemeinschaft gemieden wurde. Jeden Tag wurde sie von ihren Klassenkameraden als Elfenteufel gehänselt und selbst ihre Eltern kümmern sich nicht mehr um sie, sodass nur ihre Schwester noch zu ihr hält. Eines Tages aber lernt sie auf einem Hügel vor Paris, zu dem sie immer zum Nachdenken fliegt, den Erzengel Gabriel kennen, der sie erst für einen Teufel hält, aber sie dann als Undercover-Spionin benutzen. Deshalb treffen sie sich immer wieder und langsam verliebt sich Jasmin in ihn, was sie ihrer Schwester eines Abends erzählt. Deshalb wird Gabriel festgenommen, da der Elfenkönig ihn der Beeinflussung schuldig hält. Bis schließlich herauskommt, dass Jasmin als leibliche Tochter des Teufels nicht beeinflusst werden konnte und Gabriel dadurch freigesprochen wird.

Tag 1: Brief an die Zukunft

Hallo zukünftiges Ich,

ich möchte dir heute von meiner Fantasy-Idee erzählen. Dabei geht es um eine junge Elfe, die wegen ihren schwarzen Flügeln eine Außenseiterin ist und sich immer wieder aus der Gesellschaft flüchtet. Eines Tages lernt sie den Erzengel Gabriel kennen, der sie als Spionin benutzen will. Während ihren regelmäßigen Treffen verliebt sie sich in ihn, doch bevor sie es ihm sagen kann, wird er von den Elfen wegen Verführung einer Elfe festgenommen. Gemeinsam mit den anderen Erzengel versucht sie ihn zu befreien und kommt dabei hinter ein unglaubliches Geheimnis, das ihr ganzes Leben verändern wird. Sie ist gar keine Elfe, sondern die Tochter des Teufels. Mit diesem Wissen können sie Gabriels Unschuld beweisen und die beiden werden ein Paar.
Die Idee hört sich jetzt vielleicht sehr komplex an, weswegen ich zugeben muss, dass am Anfang nur die Idee „Elfe verliebt sich in Erzengel“ existierte. Dann nahm sie aber immer mehr Eigenleben auf und wurde zu dem Gerüst, von dem ich dir heute erzähle.
Ich hatte damals die „Gilde der Jäger“-Reihe von Nalini Singh gelesen und wollte auch unbedingt ein Buch über Engel schreiben. Da ich die Kombination Elfe-Engel noch nicht kannte, entschloss ich mich dazu, obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Elfen bin. Mein Glaube führte dann noch dazu, dass die Engel aus der Bibel stammen und ich in dem Bezug immer auf die existierenden Vorstellungen von Engel zurückgreife – Mal abgesehen von dem Aussehen.
Ich hoffe, dass ich die Idee in deiner Zukunft so verwandeln konnte, wie ich es mir vorstelle.

Liebe Grüße,
Saskia

Pin It on Pinterest

Durch die weitere Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen