Tag 6: Jeder Geschichte ihren Titel

Alles Sense

Die Geschichte handelt sicherlich vom Leben als Tod, erzählt in einem eher schwarzen Humor und in mehreren kürzeren Geschichten. Die Protagonisten neben dem Tod selbst wechseln regelmäßig und die Umstände, unter denen diese sterben sollen, oder auch nicht, variieren ebenfalls. Vielleicht ist es zum Beispiel einmal ein Kind, das dem Ende schon so furchtbar nah ist, dass die Eltern um das junge Leben flehen und er, der Tod, muss die Entscheidung fällen, ob er das Kind von seinem Leben befreit oder nicht? Wer weiß.

Tag 5: Die Würfel sind gefallen

Jo hatte die Beine auf einem alten, klapprigen Stuhl abgelegt, während ihr Körper auf dem Boden im weichen Heu ruhte. Vor ihrem Fenster auf dem Dachboden des verlassenen Hauses jagten wilde Blitze durch den Himmel und Regen durchweichte die sandigen Straßen. Hier und da blieben einige Händler mit ihren Karren im morastigen Boden stecken, wobei sie ihre Waren mit Leinen aus Wolle zu bedecken versuchten.
Die junge Diebin konnte hören, wie ein Klopfen ganz in der Nähe beinahe vom lauten Donnergrollen erstickt wurde, ehe das vertraute Knarren der Eingangstür des Bäckers ertönte. Eine zarte Stimme ertönte und noch bevor Jo die eigentliche Frage hören konnte, erstickte die Natur jegliches Wort des Besuchers. Langsam, als habe sie alle Zeit der Welt, richtete sie sich auf und warf einen Blick aus dem kaputten Glas des Gebäudes, um zu sehen wer bei diesem Gott verlassenen Wetter draußen herum schleichen würde, konnte jedoch aufgrund der ganzen Pflanzen, die das Haus in ihren festen Griff gebracht hatten, kaum etwas erkennen.
Was ging es sie überhaupt an, wer da klopfte? So ungewöhnlich, das man bei einem Geschäft an die Tür hämmerte, war es ja auch nicht. Aber was war, wenn es sich um die Polizisten handelte, denen sie noch am Vormittag über den Weg gelaufen war und die sie aufgrund eines Verdachtes hatten aufhalten wollen? Naja, sie wären sicher nicht den weiten Weg hier her über die Brücke gekommen, um einen riesigen Pfeil auf ihren Wohnsitz deutend vorfinden zu sehen. So unvorsichtig war sie ganz gewiss nicht.

Tag 4: Home Sweet Home

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Jo lebt im Grunde überall. Die Straße ist ihr Zuhause, wenn man so will. Aber das heißt nicht, dass sie nicht immer wieder in ein herunter gekommenes Haus zurück kehrt und dort auf dem Dachboden zwischen Heu und Tieren übernachtet.
Entsprechend ist ihr Besitz auch recht mager, da sie das Meiste mit sich herum trägt, falls sie mal nicht an den üblichen Schlafplatz zurückkehren kann.

Tag 3: An der Supermarktkasse

Allem voran wage ich zu bezweifeln, dass ich ausgerechnet Jo an einer Kasse stehen sehen würde. Sie wäre eher der Typ, der sich heimlich etwas in die Jackentasche steckt und sich versucht nach draußen zu mogeln. Und sie wäre gut. Sehr gut sogar. Aber ja, was würde man bei ihr finden? Angenommen, man würde sie bei dem Diebstahl erwischen, würde man vor allem kleine Dinge finden, die dennoch reichhaltig und lecker sind. Äpfel, Brot, kleine Pies mit allerlei leckeren Dingen gefüllt.
Aber nehmen wir einfach mal an, sie hat auf der Straße mehr als ausreichend Geld gefunden und kann sich davon eindecken. Sie würde sich mit verschiedenen Sorten Fleisch eindecken, die zu Trockenfleisch verarbeitet wurden und eine gefühlte Ewigkeit haltbar wären. Für die Zeit, wenn das Geld nicht mehr da wäre.
Außerdem würde sie sich auch eine Tasche zum Verwahren ihrer Habseligkeiten kaufen, die stabil und Belastbar wäre. Für zukünftige Errungenschaften natürlich.
Wichtig wären auch Seile für potentielle Raubzüge und etwas neue Kleidung, die im Winter warm und sicher hält.
Das restliche Geld würde sicherlich wirklich für Leckereien verschwendet werden, die jemand wie sie nur selten bis gar nicht bekommt und entsprechend darüber dankbar wäre. Brot, Pies, Früchte. Und sicherlich hier und da auch kleine Spielzeuge wie Puppen und kleine Holzautos, die sie den Kindern im Waisenhaus zu kommen ließe. Schließlich weiß sie selbst, wie schrecklich es sein kann, keinen Zugriff auf das zu haben, was man sich wünscht, weil das Geld nicht mit macht oder weil die Dinge allgemein viel zu überteuert sind…

Tag 2: Es war einmal …

Es war einmal eine junge Frau namens Jo-Anna. Jeden Tag lebte Jo von der Hand in den Mund und legte sich dabei nicht selten mit dem Gesetz höchstselbst an. Eines Tages aber begegnete sie einem edlen Herrn, einem Lord, der ihr den Auftrag, ein besonderes Ei aus der Sammlung eines privaten Sammlers zu stehlen, übergibt und ihr dafür im Gegenzug eine Hand voll Goldstücke verspricht. Deshalb macht sie sich auf den Weg, es zu finden und an sich zu nehmen, doch dabei handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Ei oder jene überteuerten Fabergé-Eier, sondern um ein Drachenei, dessen Bewohner leise zu ihr spricht. Deshalb entschließt sie sich, das Ei nicht ihrem Auftraggeber zu übergeben und sich auf eine eigentümliche Reise ins Unbekannte zu machen, um letztlich in der Anderswelt, der eigentlichen Heimat des kleinen Drachen, zu landen und dort umher zu irren. Bis schließlich Merlin höchstselbst und sein Schüler Taylor sich ihrer annehmen und sie auf einen kommenden Krieg vorbereiten, denn die Ankunft der letzten geflügelten Echse wurde schon Jahrhunderte zuvor prophezeiht.

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